Amateurtheater bringt in Kamp-Lintfort ein Stück für Groß und Klein auf die Bühne.

Theater in Kamp-Lintfort : Happy End für Lintforter Froschkönig

Die Märchen-Inszenierung der „Bühne 69“ erhielt großen Applaus. Weitere Aufführung sind im Januar geplant.

Ein Frosch und eine junge Prinzessin, dazu ein stattlicher König, eine pfiffige Biber-Dame, ein sehbehinderter Maulwurf und eine böse Köchin. Das waren die Zutaten des neuen Kindertheaterstücks des Amateurtheaters „Bühne 69“, das am Sonntagvormittag in der ehemaligen Niederrheinschule (jetzt Janusz-Korczak-Schule) unter dem Titel „Die Geschichte vom Frosch und der Prinzessin“ Premiere hatte. Wie der Titel zurecht vermuten ließ, lag dem Stück das bekannte Märchen „Der Froschkönig“ der Gebrüder Grimm zu Grunde, in dem eine hübsche Prinzessin ihre goldene Ballkugel versehentlich in einen Brunnen fallen lässt, wo sie ein hässlicher glitschiger Frosch findet und ihr unter der Bedingung wiedergibt, ab jetzt ihr neuer Spielgefährte und Bettgenosse zu sein.

Ein so grässliches Ansinnen, dass der glitschige Spielgefährte in dem Märchen mehrmals als unfreiwilliges Wurfgeschoss der Schönen an der Wand landete. Wusste die Prinzessin doch nicht, dass sie ihn mit nur einem einzigen Kuss in einen stolzen Prinzen würde verwandeln können. Ganz so brutal ging es in dem Stück am Sonntag natürlich nicht zu. Hier bekam der verzauberte Prinz seinen heiß ersehnten Erlösungskuss am Ende ganz freiwillig, doch dazu musste er erst einmal der bösen Schlossköchin Trude ihr hinterlistiges Handwerk gelegt werden. Die wollte den stolzen Prinzen Ferdinand nämlich für sich selber haben, und hatte ihn, als er sie ablehnte, kurzerhand in einen hässlichen Frosch verwandelt und in den Schlossbrunnen von König Maximilian geschubst. Das wusste dessen hübsche Tochter Karla jedoch nicht, als sie nach einem kleinen Kutschenunfall an eben dieser Stelle die Biber-Dame Bibi und den halbblinden Maulwurf Mauli kennenlernt, der bei einem anschließenden gemeinsamen Ballspiel, ihre goldene Ballkugel in den Brunnen fallen lässt und damit Froschkönig Ferdinand hervorlockt. Der ist anfangs nicht nur mit seiner äußeren Gestalt alles andere als liebenswert, holt jedoch, als er Prinzessin Karla als seine auserwählte Liebe erkennt, ihre Ballkugel bereitwillig wieder ans Tageslicht, woraufhin sie ihn und seine beiden Freunde zu einem Abendessen auf ihr väterliches Schloss einlädt. Dabei gelingt es den dreien, der bösen Köchin Trudi, die inzwischen ein Auge auf den stattlichen König geworfen hat, ihr Zauberbuch zu entwenden, wobei sich Frosch Ferdinand als besonders mutig erweist, und dafür schließlich den lang ersehnten Erlösungskuss von Prinzessin Karla erhält.

Damit wird der Frosch wieder zu jenem, von ihr so heiß ersehnten Prinzen, und beide können endlich Hochzeit feiern. Ein schönes, von den Akteuren der „Bühne 69“ mit viel Spielfreude und wunderbar gelungenen Kostümen umgesetztes Märchen. Nicht nur für kleine Besucher.