Kamp-Lintfort: Alkohol für Jugendliche ist tabu - auch im Karneval

Kamp-Lintfort: Alkohol für Jugendliche ist tabu - auch im Karneval

Stadt informiert im Vorfeld des Rosenmontagszugs. Eltern sollten mit gutem Beispiel vorangehen.

"Helau" heißt es wieder in anderthalb Wochen, wenn der Rosenmontagszug am 12. Februar unter dem Motto "Uns hat der Himmel geschickt" durch Kamp-Lintfort zieht. Damit dieser fröhliche Tag besonders für Kinder und Jugendliche nicht unerfreulich endet, werde, wie die Stadt mitteilte, besonders viel Wert auf die Einhaltung des Jugendschutzes und die gesetzlichen Regelungen zum Alkoholkonsum von Jugendlichen gelegt. Die Veranstalter des Karnevalsumzuges haben gemeinsam mit der Stadt Kamp-Lintfort ein umfangreiches Konzept zum Kinder-und Jugendschutz entwickelt.

Die Vorgaben des Jugendschutzgesetzes sind klar formuliert und richten sich insbesondere an Gewerbetreibende, Gaststätten und andere Verkaufsstellen, die vom städtischen Ordnungsamt konsequent auf die Vorschriften zum Alkoholverkauf hingewiesen werden. Aber auch für jede erwachsene Privatperson sind die Vorschriften bindend: In der Öffentlichkeit dürfen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gar keinen Alkohol trinken. Der Verkauf beziehungsweise die Abgabe an sie ist verboten. Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren dürfen keinen hochprozentigen Alkohol in der Öffentlichkeit trinken, also auch keine Alkopops und sonstigen Mixgetränke mit Brandwein. Auch hier gilt, dass die Abgabe und der Verkauf verboten ist.

Eltern und Erziehungsberechtigten wird empfohlen, im Vorfeld des Besuches des Rosenmontagszuges mit ihren Kindern zu reden und gemeinsame Regeln zum Umgang mit Alkohol auszuhandeln, den Kauf von Alkohol nicht zu unterstützen, zu klären, wo und mit wem ihr Kind feiert und wie und wann es nach Hause kommt.

"Eine klare Haltung und verbindliche Regeln sowie Fürsorge und Unterstützung sind geeignete Mittel in der Auseinandersetzung mit diesem Thema. Eltern, die sich kümmern und mit ihren Kindern darüber sprechen, helfen ihnen, bewusster mit dem Thema Alkohol umzugehen", so die Stadt Kamp-Lintfort. Ihr Appell richtet sich generell an alle Besucher des Rosenmontagszuges: "Wer selbst verantwortlich mit Alkohol umgeht, wird für Kinder und Jugendliche ein positives Vorbild sein."

Fragen zum Thema Jugendschutz und Alkohol beantwortet Ralf Eloo, Amt für Schule, Jugend und Sport, Telefon 02842 912-284.

(RP)