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Akzente: Künstlerin Karin Koch erforscht das Glück

Kunst und Installation : Künstlerin Karin Koch erforscht das Glück

Konzeptkünstlerin Karin Koch ist mit einer Installation zum Thema Glück zu den Duisburger Akzenten eingeladen. Ihre Arbeit ist im Ludwigforum im Innenhafen zu sehen. Die Eröffnung ist am Samstag, 7. März, um 13 Uhr.

Seit mehr als zehn Jahren erforscht Konzeptkünstlerin Karin Koch das Glück. Da erscheint es fast wie eine glückliche Fügung, dass die Duisburger Akzente in diesem Jahr das Glück als Motto auf ihre Fahnen geschrieben haben. Klar, dass die Ausstellungsmacher die Künstlerin mit Wohnsitzen in Kamp-Lintfort und Berlin nach Duisburg eingeladen haben. Sie hatte sich mit fünf Projekten um die Teilnahme beworben, mit dreien stellt sie sich ab Samstag, 7. März, dem Kunstpublikum in Duisburg vor. „Eine Freundin hatte mich darauf hingewiesen, dass es bei den Akzenten um das Thema Glück geht“, erzählt Karin Koch.

Ihre Installation, die im Ludwigforum ausgestellt sein wird, basiert auf einer groß angelegten Umfrage, die die Künstlerin schon vor zehn Jahren in Berlin und in Kamp-Lintfort durchgeführt hatte. Koch stellte Schuhkartons an öffentlichen Plätzen auf und forderte die Passanten auf, anonym ihre Definition von Glück aufzuschreiben. Die Kartons blieben mehrere Monate lang stehen und waren am Ende dicht beschrieben. Aus den Antworten schuf sie 2,50 mal 1,50 Meter große Textbanner.„Ich werde die Räume des Ludwigforums mit den Bannern auskleiden und schließen“, erzählt die Künstlerin und ist selbst ganz gespannt auf die Wirkung. „Ich finde es interessant, sie heute wieder zu zeigen. Denn Themen wie Globalisierung, Klimawandel und Wirtschaftskrise haben sich ja in den vergangenen zehn Jahren verdichtet.“ Gerne würde Koch im Abstand dieser zehn Jahre noch einmal eine Glücksumfrage durchführen, um zu erfahren, ob sich im Laufe dieser Zeit die Glücksvorstellungen der Menschen geändert haben. Eine Anfrage bei der Stadt Kamp-Lintfort läuft bereits. „Ich würde gerne den Bereich der Landesgartenschau miteinbeziehen“, sagt sie im Gespräch mit unserer Zeitung.

Die Arbeit der Künstlerin generiert sich jedoch nicht nur aus der Glück-Umfrage, sondern hat sich „aus hundertfachen Begegnungen mit Menschen entwickelt, die sie mit ihren Beiträgen zutiefst beeindruckten“, heißt es auf der Akzente-Homepage. Karin Koch traf Obdachlose, Psychologen, Prostituierte, Pfarrer, Lehrer, Arbeitslose, Drogenabhängige, Homosexuelle, Schriftsteller und viele andere Menschen mehr. Zu den in Duisburg ausgestellten Textbannern mit unterschiedlichen Aussagen zum Thema Glück wird es auch eine Ton-Installation geben. „Außerdem habe ich meine Glücksstempel dabei, damit die Besucher ein bisschen Glück mit nach Hause nehmen können“, erzählt die Künstlerin.