Aktionstag in Kamp-Lintfort Sammler finden weniger Müll

Kamp-Lintfort · Rund 300 Personen haben sich am dritten Müllsammeltag in der Hochschulstadt beteiligt. Sie fanden weniger Abfall als in den Vorjahren. Das könnten die Gründe dafür sein.

 Begleitet von 15 Mitgliedern des LaGa-Fördervereins sammelte Maskottchen Kalli am Samstagvormittag Müll im Stephanswäldchen.

Begleitet von 15 Mitgliedern des LaGa-Fördervereins sammelte Maskottchen Kalli am Samstagvormittag Müll im Stephanswäldchen.

Foto: Armin Fischer (arfi)

Maskottchen Kalli pickte am Samstagvormittag im Stephanswäldchen Müll, begleitet von 15 Mitgliedern des LaGa-Fördervereins. Unter den Platanen wurden Kleidung und Schuhe gefunden, genauso wie Flaschen, Zigarettenschachteln und sogar eine Leuchtreklame.

„In diesem Jahr lag weniger Müll in der Landschaft als bei der Müllsammelaktion im vorigen Jahr“, erzählte LaGa-Fördervereinsvorsitzender Bernd Kröger. „Es war dieses Jahr rund die Hälfte im Vergleich zu 2023, und wiederum ein Viertel im Vergleich zu 2022. Es ist gut, regelmäßig zum Müllsammeltag einzuladen. Der LaGa-Förderverein sammelt am Wandelweg. An der großen Goorley liegt der meiste Müll.“

Insgesamt 300 Personen beteiligten sich am Samstag am Müllsammeltag. Nachdem es acht Jahre lang keine Müllsammelaktion gegeben hatte, war es nun der dritte seit dem Neustart 2022. Unterwegs waren vor allem Vereine und Gruppen. So schaute das Deutsche Rote Kreuz rund um das DRK-Heim an der Eyller Straße nach dem Rechten, die Jugendfeuerwehr rund um den Pappelsee und der LaGa-Förderverein entlang des Wandelweges.

Hinzu kamen Nachbarschaften, Familien und auch Parteien. Die SPD sammelte mit mehreren Gruppen, unter anderem im Gewerbepark Dieprahm und im Gestfeld an der Sudermannstraße. Die Grünen waren zwischen dem Schulzentrum Kamper Dreieck, der Schanz- und der Wilhelmstraße unterwegs. Und die CDU pickte im Niersenbruch den Müll auf.

Alle Sammler gaben an, weniger Müll als in den Jahren 2022 und 2023 in ihre blauen Müllsäcke gefüllt zu haben. Gleichzeitig stimmten sie Bürgermeister Christoph Landscheidt zu, als von ihm auf dem ASK-Betriebsgelände an der Oststraße gesagt wurde, das Verhalten der Menschen, Abfall nicht richtig zu entsorgen, habe sich nicht verändert. Er bedankte sich dort bei den Sammlern, die sich nach dem Müllpicken zu einem kleinen Imbiss und Gesprächen trafen.

Barbara Drese wies als Vorsitzende des Betriebsausschusses Abfall, Straße, Kanal auf die Müllsammelpatenschaften als einen möglichen Grund hin, warum beim Müllsammeltag mittlerweile weniger Abfall in der Landschaft zu finden ist. 25 Müllpaten gebe es in Kamp-Lintfort. „Die Stadt sucht weitere Abfallpaten“, sagte Drese. „Interessierte können sich bei der städtischen Abfallberaterin Christiane Rothgerber unter der Telefonnummer 02842 912196 melden.“ Der Müllsammeltag und die Müllpatenschaften sind Bausteine des Abfallwirtschaftskonzepts, das die Stadt zurzeit ausbaut. Als neuer Mitarbeiter ist dafür Hans-Jürgen Prause zuständig. Für die Zeit nach den Sommerferien plant er Projekte zusammen mit den weiterführenden Schulen.

(got)
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