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Kamp-Lintfort: 44-Jähriger wegen Werkzeug-Diebstahl vor Gericht

Kamp-Lintfort : 44-Jähriger wegen Werkzeug-Diebstahl vor Gericht

Ein 44-Jähriger Mann aus Polen soll mit einer Komplizin Waren im Wert von insgesamt 7000 Euro aus Baumärkten gestohlen haben. Ein Ladendetektiv verfolgte die mutmaßlichen Täter. Bei ihrem nächsten Halt an einem weiteren Baumarkt griff die Polizei zu.

Der 44-Jährige wolle sich vor den Vorwürfen vor dem Moerser Schöffengericht gestern nicht äußern. Die Mitangeklagte war erst gar nicht erschienen. Vor der Verhandlung hatte eine private psychiatrische Praxis aus Polen ein Attest zum Gericht geschickt, dass die Frau nicht kommen könne. "Das reicht inhaltlich nicht aus", sagte die Richterin und setzte den Haftbefehl in Vollzug.

Der Anwalt des 44-Jährigen wollte die Verlesung der Anklage verhindern. Das Verfahren sei einzustellen, forderte er. Es werde nämlich nicht deutlich, was überhaupt angeklagt sei. Die bei dem Angeklagten aufgefundenen Waren seien nicht genau zuzuordnen. Man könne gar nicht nachprüfen, ob und wo die Dinge gestohlen worden seien. Es reiche nicht, zu sagen, dass das Diebesgut aus Baumärkten in Emmerich, Düsseldorf, Kamp-Lintfort und dem Kreis Viersen stamme.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Diebstahl vor. Bei seiner Festnahme wurden unter anderem neue, hochwertige Werkzeuge sowie Laserwasserwagen, Laserentfernungsmesser, Spannungsmesser und Bohrhämmer sichergestellt. Der Ladendetektiv hatte am 28. Januar ein Paar beobachtet, das offensichtlich Diebesgut in Jacke und Umhängetasche versteckte. Unauffällig folgte er dem Fahrzeug und konnte beobachten, dass Waren im Auto ausgepackt wurden. Als sie in eine weitere Filiale in Kempen gingen, rief er die Polizei. Jetzt soll die Auswertung des Navigationsgerätes des Autos Klärung bringen.

(BL)