Kamp-Lintfort: 26 neue Zimmer für die Patienten im St.-Bernhard-Hospital

Kamp-Lintfort : 26 neue Zimmer für die Patienten im St.-Bernhard-Hospital

Der dritte von vier Bauabschnitten im Bettenhaus ist geschafft: Für rund zwei Millionen Euro hat das Krankenhaus jetzt die zweite Etage für die Patienten der Kardiologie saniert und modernisiert.

Heute morgen beginnt der Umzug von der fünften in die frisch sanierte zweite Etage des Bettenhauses. Bis zum Mittagessen soll er geschafft sein und damit ist auch der dritte Bauabschnitt umgesetzt. Ein Jahr waren die Handwerker auf der Station beschäftigt. Für die Patienten des St.-Bernhard-Hospitals stehen auf den zusammengelegten Stationen 2a und 2b nun 26 modern ausgestattete Krankenzimmer zur Verfügung. Jedes Zimmer verfügt über einen barrierefreien Sanitärbereich mit Toilette und Dusche. Die Zeiten, in denen Patienten zum Baden einmal den Flur überqueren mussten, sind vorbei. Die Drei-Bett-Zimmer sind außerdem mit WLAN ausgestattet. "Für demente Patienten gibt es zusätzlich noch unterstützende Farbelemente zur Orientierung", betonte Josef Lübbers, kaufmännischer Direktor, bei einer Führung durch den modernisierten Bereich, der durch warme Grüntöne geprägt ist. "Wir haben für das Bettenhaus ein eigenes Farbkonzept entwickelt, jede Etage hat eine eigene Farbe", erklärte Lübbers. Zwei Millionen Euro hat das Krankenhaus in die Sanierung der Station gesteckt.

Vier Etagen in vier Jahren: Dieses Ziel hatte sich die Geschäftsführung des St.-Bernhard-Hospitals seinerzeit gesetzt: "Jetzt sind Dreiviertel der Maßnahme bereits umgesetzt", freute sich Lübbers. Auf der Station 2a und 2 b werden ab sofort vorrangig die Patienten mit Herz- und Lungenerkrankungen behandelt", betonte gestern Klaus Kattenbeck, Chefarzt der Medizinischen Klinik II am St.-Bernhard-Hospital. Die Kardiologie ist die größte Abteilung im Kamp-Lintforter Krankenhaus. "102 Meter Kardiologie", schwärmte der Mediziner und freut sich über die neuen Räumlichkeiten für seine Patienten. "Die Einrichtung auf Station 5 stammte ja noch aus den Anfangsjahren des Krankenhauses", erklärte er. Mehr als 30 Pflegekräfte und die etwa zwölf Mitarbeiter im ärztlichen Dienst werden auf der renovierten Station eingesetzt sein.

Auf allen neuen Stationen liegen die Krankenzimmer auf der Südseite des Gebäudes. "So haben die Patienten einen schönen Blick auf den großen Park des Hospitals", betonte der kaufmännische Direktor des Krankenhauses. Zwei spezielle Zimmer sind für Kranke vorgesehen, die isoliert untergebracht werden müssen oder pflegerisch aufwenig zu betreuen sind. Wie auf den bereits anderen sanierten Etagen liegen die Funktions- und Arbeitsräume auf der Nordseite. Dazu gehört neben zwei Aufenthaltsbereichen für Patienten und Besucher ein Multifunktionsraum für geschützte Gespräche. "Das war uns sehr wichtig", betonte Josef Lübbers. Früher sei es oftmals der Fall gewesen, dass die Ärzte solche Gespräche im Beisein der anderen Patienten auf dem Zimmer führen mussten. Zur Ausstattung der Station gehören außerdem so genannte Stationsarbeitsplätze für die Pfleger und Ärzte, eine Teeküche sowie Material- und Arbeitsräume.

Ab Montag geht die Bettenhaus-Sanierung in die nächste Phase: Es steht der Umbau des fünften Obergeschosses an. Dort soll die Wahlleistungsebene eingerichtet werden. Die Bauzeit wird ebenfalls ein Jahr dauern. "Im nächsten Mai sind wir dann mit der Haussanierung durch", sagte Lübbers und betonte, dass innerhalb von zehn Jahren 20 Millionen Euro in die Modernisierung des Hauses investiert würden.

(RP)
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