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Kaarst: Zwischenstopp für 500 Skater

Kaarst : Zwischenstopp für 500 Skater

Nach dem Start gestern Vormittag in Düsseldorf war Kaarst am Mittag die erste Getränke-Station auf der 240 Kilometer langen NRW-Inlinetour. Unter den Teilnehmern sind auch zehn Speedskater des VfR Büttgen.

Mit lauter Rockmusik vorneweg rollten die Teilnehmer der NRW-Inlinetour auf den Neumarkt. Pünktlich um 12 Uhr mittags — und als wäre es dafür abgesprochen gewesen — ertönte die Sirene des Rathauses bei ihrer Ankunft. Zur ersten Pause zerstreute sich das geschlossene Fahrerfeld sofort.

Einige Sportler steuerten die Verpflegungsstation mit Wasser und Obst an, andere erst einmal die Toilette. Vor allem aber suchten sie Schatten. Ulrike Weißflog und Nicole Heister von den "Skate Rats Hameln" fanden ihn unter den Bäumen am Rathaussee. Während der Fahrt störte sie die Sommerhitze nicht. "Der Fahrtwind kühlt ab. Deswegen mache ich mir auch keine Sorgen, wenn es am Wochenende noch heißer wird", sagte Weißflog.

Die NRW-Inlinetour geht insgesamt über drei Tage und 240 Kilometer. Nach dem Start gestern Vormittag in Düsseldorf war Kaarst bei Kilometer 18 die erste Getränkepause für die rund 500 Skater. "Über den Tag verteilt sollten die Sportler sechs Liter Wasser trinken", sagte Sven Scharfschwert vom Veranstalter Roll Event. Insgesamt 4500 Liter werden für jede Etappe mitgenommen, transportiert von einem großen Sattelschlepper. Mit der Stimmung im Fahrerfeld war Sven Scharfschwert zufrieden, und natürlich mit dem Wetter. "Damit haben wir bei unseren Planungen vor einem Monat nicht gerechnet", sagte er.

Die Durchschnittsgeschwindigkeit von 18 bis 20 Stundenkilometern war für die zehn Speedskater des VfR Büttgen eher ein gemäßigtes Tempo. Die NRW-Inlinetour ist aber auch kein Rennen, sondern ein Erlebnis für jeden einigermaßen gut trainierten Skater. Das Streckenprofil von Düsseldorf bis Wesel ist einfach, der Niederrhein bietet außer kleineren Hügeln keine anstrengenden Steigungen. Diese sind höchstens künstlicher Natur, wie etwa bei der Flughafenbrücke in Düsseldorf, wo jeder Skater einzeln eine spiralförmige Abfahrt nehmen musste. Die Polizei sorgt für Sicherheit bei der NRW-Inlinetour und begleitet sie mit drei Kleinbussen und sieben Motorrädern. Ein Krankenwagen fährt am Ende des stets geschlossen gehaltenen Fahrerfeldes, der Besenwagen sammelt müde Skater auf.

Nach dem Zwischenstopp in Kaarst erwartete das Teilnehmerfeld das nächste 24 Kilometer lange Teilstück bis zu Schloss Rheydt. Dort tankten sie neue Energie mit Pasta, später in Tönisvorst wurde eine Kuchenpause eingelegt. Ziel der ersten Etappe war nach 88 Kilometern Kempen, wo sich alle Fahrer im Freibad abkühlen konnten. Heute geht es ab 9 Uhr wieder auf die Rollen mit dem Ziel in Dorsten.

(NGZ/rl)