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Kaarst: Wo es in Kaarst häufig kracht

Kaarst : Wo es in Kaarst häufig kracht

Die Unfallkommission im Kreis hat für Kaarst in 2011 drei Unfallschwerpunkte ausgemacht: am Knotenpunkt L 381/K37 in Büttgen, im Bereich der Autobahnauffahrt am Kaarster Kirmesplatz und am Kreisverkehr Maubisstraße.

Der Kreisverkehr an der Maubisstraße ist ein gefährliches Pflaster. Acht Unfälle hat es laut Polizei an dieser Stelle mitten im Zentrum von Kaarst seit 2010 bis heute gegeben. Und: Fast immer waren Fahrradfahrer involviert. Die Unfallhergänge, sagt Polizeisprecher Hans-Willi Arnold, sind alle ähnlich: "Radfahrer, die den Fußgängerüberweg befahren, ohne abzusteigen, werden von Autos erfasst, die aus dem Kreisverkehr ausfahren." Aber — auch Fußgänger sind offensichtlich in Gefahr. Im Dezember vergangenen Jahres wurde eine 46 Jahre alte Kaarsterin beim Überqueren des Zebrastreifens angefahren. Drei Schwer- und fünf Leichtverletzte — das ist die bisherige, traurige Unfallbilanz.

Auch beim Abbiegen in die Mittelstraße kommt es oft zu Zusammenstößen. Foto: Berns, Lothar

Grundsätzlich gilt: Damit der Polizei keine problematische Entwicklung in Sachen Straßenverkehr entgeht, wird für jeden Unfall im Kreis eine eigene elektronische Akte angelegt. Die Auswertung übernimmt die Direktion Verkehr. Häufen sich an einer bestimmten Stelle innerhalb eines Jahres Unfälle mit derselben Ursache, nimmt die sogenannte Unfallkommission diese gezielt in den Blick. Dort sitzen Straßenverkehrs-, Polizei- und Straßenbaubehörden an einem Tisch.

Dritter kritischer Punkt: die Kreuzung L 381/K37 in Büttgen. Foto: Berns, Lothar

Besprochen wird unter anderem, wie sich die Gefahrenstellen entschärfen lassen — durch langfristige bauliche Veränderungen und, wenn nötig, auch mit Sofortmaßnahmen als Zwischenlösung. Dazu gehören Verkehrszeichen, Verkehrseinrichtungen, Markierungen, kleinere bauliche Veränderungen, die mit vertretbarem Aufwand kurzfristig realisiert werden können, aber auch Verkehrsüberwachungsmaßnahmen.

Die Frage, ob etwas in dieser Richtung getan werden muss, stellt sich auch im Bereich Giemesstraße/Ecke Mittelstraße, also an der Auf- und Abfahrt zur beziehungsweise von der A 52 am Kaarster Kirmesplatz. Im vergangenen Jahr, sagt Hans-Willi Arnold, habe es dort achtmal gekracht. Entweder beim Fahren über eine rote Ampel oder beim Linksabbiegen auf die Mittelstraße aus Richtung Osterath. Insgesamt gab es einen Schwerverletzten und sechs Leichtverletzte.

Einen dritten Unfallschwerpunkt sieht die Polizei derzeit in Büttgen, am Knotenpunkt L 381/K37. Dort missachten Linksabbieger aus Richtung Mönchengladbach häufig die Vorfahrt der entgegenkommenden Fahrzeuge. Die Bilanz: neun Unfälle, drei Schwer- und neun Leichtverletzte, seit 2010.

NGZ-Leser Gert Sampers weist außerdem auf die Ortsaus- und Einfahrt in Vorst, an der Schiefbahner Straße hin. "Das Ortseingangsschild befindet sich nicht da, wo die Bebauung beginnt, also in Höhe des Soldatengrabes, sondern erst in der nächsten Kurve", sagt er. "Überhöhte Geschwindigkeiten in beide Richtungen sind normal, weil die Strecke zum Rasen einlädt."

(NGZ/url)