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Im Juni geht's los: Wir freuen uns aufs Schützenfest

Im Juni geht's los : Wir freuen uns aufs Schützenfest

Anfang Juni beginnt in Kaarst die Schützenfestsaison. Für die meisten Kaarster ist das die schönste Zeit des Jahres. Fünfmal wird gefeiert: zuerst in Driesch, dann in Kaarst, Büttgen, Holzbüttgen und Vorst. Die NGZ hat die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Kaarst Wer an Kaarst denkt, verbindet mit dieser sympathischen kleinen Stadt mit Sicherheit das Kaarster Autobahnkreuz, das schwedische Möbelhaus Ikea, das erstklassige Kabarett- und Kleinkunstprogramm — und möglicherweise auch die Kunst der Kaarster, ihre fünf Schützenfeste ausgiebig und mit Leidenschaft zu feiern.

Driesch Am 3. Juni geht es los, und zwar im kleinsten Ortsteil Driesch: Bis 1958 haben die Driescher ausschließlich in Büttgen gefeiert, dann wurde Driesch eigener Schützenfeststandort. Dort geht es bodenständig zu. Präsident Thomas Werbitzky (52) ist bereits seit 25 Jahren in Amt und Würden. Die St. Aldegundis-Schützenbruderschaft Driesch hat 110 aktive Schützen, der aktuelle König heißt Frank Kluth. "Vor allem freitags und samstags kommen viele auswärtige Gäste", sagt Werbitzky. Darunter sind auch viele Schützen: Bei den größten Paraden marschieren gut 300 von ihnen mit. Allerdings steht auf dem Schützenplatz nur ein Karussell, und das auch nur, weil die Bruderschaft eine Umsatzgarantie abgegeben hat.

Kaarst Ganz andere Zahlen in Kaarst: Vier bis fünf große Fahrgeschäfte sind immer da auf dem Festplatz am Ortsrand nahe der Autobahn A 52. Die Krönung wird in diesem Jahr die "Wilde Maus" sein, eine Achterbahn. Präsident Claus Schiffer freut sich, dass in diesem Jahr, vom 18. bis zum 21. Juni, mit 1100 so viele Kaarster Schützen wie noch nie mitmarschieren werden. Hinzu kommen 411 Musiker. König Bernd Siedler und seine Henny waren vor einigen Jahren übrigens das Prinzenpaar der Stadt Kaarst. "Im Zelt feiern die Menschen wie eine große Familie, egal, ob sie aus Kaarst sind oder nicht", sagt der Präsident, der für den Schützenfestdienstag den Stimmungssänger Peter Wackel ankündigt.

Büttgen Vom 25. bis zum 28. Juni wird in dem heimeligen Runddorf Büttgen Schützenfest gefeiert, der König heißt Peter Ackers. Brudermeister Ludger Heintz ist das beste Beispiel für die gelungene Integration eines ehemaligen Neubürgers durch die Bruderschaft. "Wir kennen in Büttgen drei Jahreszeiten", erklärt der aus dem Aachener Raum stammende oberste Büttgener Schütze: "Vor dem Schützenfest, Schützenfest und nach dem Schützenfest." Besonders prachtvoll: Die Paraden am Schützenfestsonntag um 11 Uhr und um 16 Uhr. Am Schützenfest-Samstag wird Bundespräses und Weihbischof Heiner Koch um 17.30 Uhr die Feldmesse auf dem Luisenplatz zelebrieren. In vier Jahren feiern die Schützen ihr 600-jähriges Bestehen — dann kommt das Bundesschützenfest nach Büttgen.

Holzbüttgen Bereits in diesem Jahr wird die Holzbüttgener Bruderschaft 75 Jahre alt. Leider gibt es im Jubiläumsjahr bis jetzt noch keinen Schützenkönig. Gleichwohl wird vom 6. bis zum 9. August betont ausgelassen Schützenfest gefeiert, am Sonntag sogar Bezirksschützenfest. Delegationen von 16 Bruderschaften werden mit dabei sein.

Vorst Das Schützenfestjahr geht in Kaarst immer Mitte September zu Ende, und zwar in Vorst: Die St. Eustachius-Bruderschaft lässt es vom 10. bis zum 13. September so richtig krachen. Eine Besonderheit bei der Eröffnung des Schützenfestes am Samstagnachmittag: König Roland Stemann und Gefolge verteilen an die Kinder kostenlose Lebkuchenkerzen und Chips für die Karussells. Um 19 Uhr sorgt dann der Große Zapfenstreich mit Fackelträgern für Gänsehaut bei den Erwachsenen. Am Schützenfestsonntag um 16 Uhr ist der Vorbeimarsch der Fahnen- und Blumenhornträger ein besonderes Erlebnis. Im Zelt ist Platz für 2000 Besucher — engagiert werden Top-Tanzbands wie Joynova und Soundconvoy.

(NGZ)