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Kaarst: Wie ein Stundenplan entsteht

Kaarst : Wie ein Stundenplan entsteht

Am Albert-Einstein-Gymnasium sind Peter Schäfers und Andreas Glahn für die Erstellung der Stundenpläne für alle Klassen und Stufen zuständig. Die NGZ hat den beiden Mathematikern beim Tüfteln über die Schulter geschaut.

Morgen beginnt das neue Schuljahr. Peter Schäfers und Andreas Glahn denken bereits seit mehr als zwei Wochen an nichts anderes. Die beiden Lehrer am Albert-Einstein-Gymnasium erstellen die Stundenpläne für alle Klassen und Stufen. Die Mathematiker haben den Durchblick bei Stundenzahl und Kursbelegung.

Schäfers befasst sich bereits seit zwölf Jahren mit der Erstellung. "Früher haben wir noch mit einer großen Stecktafel gearbeitet", sagt er. Inzwischen übernimmt der Computer die Zuordnung. Allerdings muss das Programm Untis erst einmal mit vielen Informationen gefüttert werden. Von der Schulleitung haben die beiden Pädagogen die Unterrichtsverteilung bekommen — die Übersicht zeigt, welcher Lehrer welchen Unterricht in welcher Klasse und Stufe gibt.

Die erste Aufgabe für Schäfers und Glahn ist die Zuordnung der Lehrer. Dabei müssen sie die Stundenzahl jedes Kollegen berücksichtigen. Normal sind 25,5 Stunden Unterricht pro Woche. Manche Lehrer sind allerdings in Teilzeit beschäftigt, andere stehen als Fachleiter nicht immer zur Verfügung. "Referendare wiederum sind montags grundsätzlich auf Seminar", sagt Andreas Glahn. All diese Restriktionen müssen eingearbeitet werden. Auch die Verfügbarkeit der Fachräume wird kontrolliert.

Der Algorithmus des PC-Programms berechnet zuerst die älteren Jahrgänge der Sekundarstufe II. Vorab wurde im Blockungsraster festgelegt, welche Kurse parallel laufen. Für die Oberstufe steht ein Zeitfenster bis zur zehnten und elften Stunde am späten Nachmittag zur Verfügung. Dann findet nur Sport statt. Ein Leistungskurs kann aber auch in die achte Stunde um 14.15 Uhr fallen. Für die jüngeren Klassen legen die Stundenplaner vorher fest, dass es keinen Unterricht am Nachmittag gibt.

Damit sich der Stundenplan schülerfreundlich gestaltet, soll ein Fach nicht an zwei Tagen hintereinander stattfinden. Die Stundenpläne am AEG umfassen gleich zwei Wochen. In der Oberstufe werden nur Doppelstunden unterrichtet, also findet bei einer Pflicht von drei Unterrichtsstunden pro Woche ein Kurs in der geraden Woche an einem, in der ungeraden an zwei Terminen statt. Für die Kooperationskurse mit dem Georg-Büchner-Gymnasium müssen sich Glahn und Schäfers mit ihrem Kollegen am GBG abstimmen. Dort gibt es den Zwei-Wochen-Rhythmus nämlich nicht.

(stef)