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Kaarst: Wetter beflügelt Kaarst Autal

Kaarst : Wetter beflügelt Kaarst Autal

Zum dritten Mal waren Auto-Interessierte zu Kaarst Autal auf den Rathausplatz in Büttgen eingeladen. Was sie lockte: Mehr als 100 zu besichtigende Fahrzeuge, darunter 30 Jahre alte Rennwagen oder ein Wartburg von 1965.

Erst die Entscheidung zur Landtagswahl getroffen, dann die über ein neues Auto: Einige Bürger nutzten gestern den Weg zum Wahllokal, um bei "Kaarst Autal" auf dem Rathausplatz vorbeizuschauen. Deshalb verzeichneten die Organisatoren in der ersten Stunde der Veranstaltung mehr Besucher als sonst zu dieser Zeit. "Nirgendwo sonst können die Leute ungezwungen sich die unterschiedlichsten Modelle anschauen", sagte Händler und Mitveranstalter Peter Wellen.

Zum dritten Mal luden das Autohaus Wellen, die Agentur Movemo und Schumm Marketing zur Autoschau ein. Aufgebaut wurde bereits am Samstagnachmittag. So schauten sich bereits in der Nacht einige Heimkehrer aus der Düsseldorfer Altstadt die Autos an. Vor allem der sportliche Camaro war ein Hingucker für die jungen Leute. Ein Wachmann achtete darauf, dass die zahlreichen Neuwagen über Nacht unbeschädigt blieben.

Mehr als 100 Fahrzeuge konnten sich die Besucher bei "Kaarst Autal" anschauen. Die Verkäufer führten mit den Interessierten "Trash-Talk", wie sie die lockeren Gespräche zum Thema Auto bezeichnen. "Allesentscheidend sind weiterhin der Preis und der Verbrauch", so Berater Marco Ohmann. Umweltaspekte seien heute weitestgehend selbstverständlich, dafür würden die Kunden Wert auf Komfort und Ausstattung legen. Gespräche führte auch Rechtsanwalt Ralf Rütter. Zu ihm kamen die Besucher meist mit konkreten Anliegen, zum Beispiel im Falle eines Strafzettels wegen Falschparkens im Ausland.

Die Neuwagen wurden eingerahmt von Oldtimern und Rennautos. Gerd Dicks ließ auf Bitte von Moderator Dirk Reuter den 400 PS starken Motor seines Toyota Rallyewagens aufheulen. Das 30 Jahre alte Fahrzeug darf heute in seiner Form keine Rennen mehr fahren. Seinen letzten Auftritt hatte es 1986 bei der Rallye von Hongkong nach Peking. Gerd Dicks baute das Auto vor einigen Jahren originalgetreu wieder auf. Einen Preis konnte und wollte der 59-Jährige nicht nennen. "Der Wagen ist unverkäuflich", sagte Dicks. Eine Werkstatt zeigte ihren kürzlich restaurierten Trabant, Baujahr 1989. Von einem Wartburg, Baujahr 1965, stellte sie nur die Karosserie aus; das Ziel: Fertigstellung in 2013. Vielleicht ist der ostdeutsche Oldtimer dann auch bei einem zukünftigen "Kaarst Autal" zu sehen. Unübersehbar war auch ein tonnenschwerer Wüstenrallye-Truck. Zur Kinderunterhaltung sorgten eine Rundfahrt mit einem Dampftraktor und eine Bastelecke mit Legosteinen. Spaß zusammen hatten Jung und Alt bei der Autorennbahn im Spiel um den "großen Preis von Büttgen".

(NGZ)