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Kaarst: Vorster Mitte wird morgen eröffnet

Kaarst : Vorster Mitte wird morgen eröffnet

Die Stadt und der Investor laden alle Vorster zur Feier auf dem St.-Eustachius-Platz ein. 14 Jahre hat es gebraucht, um die neue Ortsmitte entstehen zu lassen – vom ersten Strich in den Bauplänen bis hin zum letzten Pflasterstein. Die NGZ hat die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

Nur noch einmal müssen die Vorster schlafen, dann erwacht das neue Herz des Ortsteils endlich zum Leben, also – ganz offiziell. Morgen Nachmittag, um 17 Uhr, werden Bürgermeister Franz-Josef Moormann, der Technische Beigeordnete Manfred Meuter sowie Vertreter der Sparkasse Neuss, des Investors Langen Projektentwicklung und der Supermarktkette Rewe auf dem St.-Eustachius-Platz das obligatorische rote Band durchschneiden. Der Schnitt symbolisiert den vorläufigen Abschluss eines echten Langzeitprojekts.

Planung Knapp 14 Jahre hat es gebraucht, um die neue Ortsmitte entstehen zu lassen – vom ersten Strich in den Bauplänen bis hin zum letzten Pflasterstein. Das Ziel: die Schaffung sowohl eines Kommunikations- als auch eines Nahversorgungszentrums mit einem Wohn- und Geschäftshaus auf der einen und einem Bürgerpark mit Spielplatz und neuem Schützenplatz auf der anderen Seite. Rahmen- und Bebauungsplanung, die Neustrukturierung der Grundstücke und die Erschließung von Kanal und Baustraße dauerten von 1989 bis 1999.

Ebenfalls zehn Jahre betrug die Bauphase der privaten Wohn- und Geschäftshäuser sowie der öffentlichen Investitionen, also: Endausbau der öffentlichen Straßen, des Spielplatzes (1400 Quadratmeter), des Bürgerparks (17 000 Quadratmeter) und des Schützenplatzes (5000 Quadratmeter).

Investitionen Circa 110 000 Euro hat die Stadt Kaarst für den Spielplatz ausgegeben, circa 360 000 Euro für den Bürgerpark und rund 590 000 Euro für den St.-Eustachius-Platz. An den 590 000 Euro beteiligte sich der Investor des Geschäfts- und Wohnhauses mit circa 240 000 Euro, weil ein wesentlicher Teil der nach der Bauordnung nötigen Autostellplätze für die Einzelhandelsflächen – besonders für den Rewe-Frischemarkt – im öffentlichen Bereich des St.-Eustachius-Platzes entstanden sind.

Wohnen und Arbeiten Für den Bau des 4000 Quadratmeter großen Wohn- und Geschäftshauses brauchte Investor Manfred Langen etwas mehr als ein Jahr und rund 4,5 Millionen Euro. 1600 Quadratmeter Verkaufsflächen sind entstand, davon etwa 1300 Quadratmeter für den Supermarkt. Büroräume gibt es in dem Gebäude zwar nicht. Dafür werden anstatt der ursprünglich geplanten zehn nun doch 18 barrierefreie und öffentlich geförderte Seniorenwohnungen vermietet. 17 sind bereits vergeben.

Einzelhändler Birgit Dederichs führte bis Ende Dezember vergangenen Jahres den Rewe-Markt an der Kleinenbroicher Straße. Am Mittwochmorgen um 7 Uhr wird sie erstmals das neue Rewe-Geschäft in der Ortsmitte öffnen. Komplettiert wird das Einzelhandels- und Dienstleistungsangebot durch einen Kosmetik- und Friseursalon, ein Reisebüro, eine Reinigung sowie ein Scheibwaren- und Lottogeschäft.

(NGZ)