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Vorst: "Villa Luna" stellt Kita-Konzept vor

Eustachiusplatz in Kaarst-Vorst : „Villa Luna“ stellt Kita-Konzept vor

Die „Villa Luna gGmbh“ wird die Trägerschaft der neuen Kita am Eustachiusplatz in Vorst übernehmen. Beim Konzept geht es unter anderem um Bilingualität.

Seit September ist „Villa Luna“ der Träger der Kita am Bauhof in Vorst und wird auch die neue Kindertagesstätte am Sankt Eustachiuslplatz übernehmen, wenn der Bau fertig ist. Im Jugendhilfeausschuss stellte der Träger sein bilinguales Konzept vor.

Gegründet wurde die „Villa Luna gGmbh“ von einem verzweifelten Familienvater 2005. Jürgen Reul gefielen damals die Konzepte der Kindertagesstätten nicht, so dachte er sich etwas komplett Neues aus: Eine Kita, in der die Kinder das machen können, worauf sie Lust haben und nicht in ein enges Tageskorsett gesteckt werden. Seine Idee startete in Aachen – mittlerweile betreibt „Villa Luna“ elf Kindertagesstätten in Deutschland. Neben Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln und Düsseldorf hat sich das Unternehmen nun auch in Kaarst angesiedelt und die Trägerschaft der Kita am Bauhof übernommen. Sobald der Neubau der Einrichtung am Eustachiusplatz in Vorst fertig ist, wird die „Villa Luna“ dorthin umziehen und sich vergrößern: Aus den derzeit zwei Gruppen mit 40 Plätzen werden dann vorerst drei Gruppen mit 50 Kindern. Wichtig ist den Verantwortlichen, dass an der Außenfläche immer ein ortstypisches Merkmal zu sehen ist. „Wir haben wahrgenommen, dass das Schützenfest in Kaarst sehr stark integriert ist. Wir werden mit dem Architekten schauen, wie wir das einbinden können“, erklärte Anikò Grunenberg von der „Villa Luna“ im Jugendhilfeausschuss.

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Für die pädagogische Qualitätsleitung zeichnet sich Michaela Krämer zuständig. Sie zeigte die Vorteile des Trägers auf: „Uns sind Partizipation und teiloffenes Arbeiten wichtig, damit die Kinder Eigenständigkeit erfahren.“ Auch setzt „Villa Luna“ auf Kinderparlamente und Befragungen der Kinder, was ihnen gefällt und was nicht. „Wir wollen Kinder stark machen und aufs Leben vorbereiten, sie sollen sich eine eigene Meinung bilden können“, so Krämer. Die Kinder sollen eigenständig entscheiden, wie ihr Tag aussieht. Wichtig ist dem Träger auch die Bilingualität: In der Kita wird eine englischsprachige Fachkraft arbeiten, die den ganzen Tag englisch spricht – die Kinder können sich aussuchen, ob sie auf deutsch oder englisch antworten. Beim Mittagessen setzt der Träger auf frische, regionale Produkte. Seit 2009 ist der Bildungsverlag Klett an der „Villa Luna“ beteiligt. Deshalb kann das Unternehmen sich auch sogenannte „Springer“ leisten, die bei Krankheit oder Fortbildung in den jeweiligen Einrichtungen eingesetzt werden.

Sandra Pauen (Förderer des Sports) wollte wissen, wieso sich der Träger ausgerechnet für Kaarst entschieden habe. „Ich komme hier aus der Gegend und habe gedacht, dass es eine tolle Ergänzung zu unseren Einrichtungen in den Großstädten ist“, erklärte Krämer.