Vorst: Tuppenhof will mehr Hilfe von der Stadt

Vorster wollen mehr Hilfe von der Stadt: Tuppenhof beklagt Parkproblem

Die Verantwortlichen des Tuppenhofes fühlen sich von der Stadt im Stich gelassen – sowohl in finanzieller, wie auch in unterstützender Hinsicht. Auch nach drei Jahren konnte etwa das Parkproblem nicht gelöst werden.

Jürgen Rau, Geschäftsführer des Museumsfördervereins, hat zurzeit einige Probleme. Das kleinste davon ist die Tatsache, dass bis jetzt immer noch kein Nachfolger für den früheren Vorsitzenden Nobert Kallen gefunden werden konnte. Schwerer wiegen die Probleme mit parkenden Fahrzeugen und von Politik und Verwaltung fühlen sich die Ehrenamtler vernachlässigt und wenig Wert geschätzt.

Ein Beispiel: Der Antrag auf Erhöhung der jährlichen Fördermittel von 41.000 auf 50.000 Euro im Kulturausschuss wurde abgelehnt. „Wenn wir den Museumförderverein auflösen würden, müsste die Stadt das Museum Tuppenhof übernehmen und bespielen – das wäre für 50.000 Euro bei weitem nicht zu machen“, sagt Rau. Was er beklagt: „Wir, der Verein und die Stadt, kriegen die Parkplatzprobleme nicht in den Griff. Den Besuchern ist nicht zu vermitteln, dass sie auf dem Eustachius-Platz parken sollen.“ Seit drei Jahren sei man mit der Stadt im Gespräch, bislang ohne Ergebnis. „Ich habe keine Lust mehr, von den Besuchern zu hören, sie hätten nicht gewusst, dass sie vor dem Hoftor und der Feuerwehrzufahrt nicht parken dürfen.“ Und auch die Anwohner machen Druck. Besonders die Einfahrt aus der Vennheide auf den Rottes sei riskant. Rau schlägt an den neuralgischen Punkten Parkverbotsschilder vor oder Markierungen auf der Straße. Kaum vorstellbar: Besucher parken auch schon mal vor Garagen und Grundstücksausfahrten und reagieren patzig, wenn sie auf ihr Fehlverhalten angesprochen werden.

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Überrascht hat es Jürgen Rau nicht, dass der beantragten Aufstockung der Fördermittel nicht entsprochen wurde: „Die Verwaltung sagt, wir hätten genug Geld.“ Dabei habe man Rücklagen gebildet, weil konkrete Anschaffungen anstehen und Reparaturen plötzlich erforderlich werden können. Zurzeit ist man gerade mit dem Kauf von 120 bis 150 Stühlen befasst. Kostenpunkt: Um die 15.000 Euro. Die alten Klappstühle, die viele Jahre in Schützenzelten genutzt wurden, sollen durch moderne, bequemere Stapelstühle ersetzt werden. Die Rücklagen sind auch deshalb gebildet worden, um das Stück Land vom Ende der Eibenallee bis zum Zaun irgendwann erwerben zu können.

Rau ärgert sich auch über eine Entscheidung der Kreisleitstelle der Feuerwehr: „Man hatte uns gesagt, dass wir keine direkte Aufschaltung zur Feuerwehr bräuchten. Das war logisch, weil wir eine Störmeldeanlage installiert haben – bei einem Brand oder einem Einbruchsversuch etwa läuft eine Meldung bei unserem Wachdienst auf, der alles Weitere veranlasst.“ Die direkte Aufschaltung zur Feuerwehr kostet 2500 bis 3000 Euro im Jahr zusätzlich – Geld, das der Verein gerne sparen würde. Der Tuppenhof ist ungeachtet solcher Irritationen ein Erfolgsmodell mit rund 11.700 Besuchern im Jahr 2017 und einem breit gefächerten Programm für Besucher jeden Alters – das verrät der Blick auf das „Jahresprogramm 2018“, das jetzt im Kulturausschuss ausdrücklich gelobt wurde.

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