Vorst: Theater-Ensemble sucht neues Gretchen für "Faust"

Aufführung auf dem Tuppenhof : Theater-Ensemble sucht neues Gretchen

Seit Jahren träumt Wilhelm Schiefer davon, die gesamte „Faust“-Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe auf die Bühne zu bringen. Der Gründer des Büchner-Ensembles ist der Erfüllung dieses Traums nun sehr nahe gekommen.

In „unsäglicher Kleinarbeit“ sei es ihm gelungen, die Werke Faust I und II zu einer zweieinhalbstündigen theatertauglichen Fassung zusammenzuschreiben. „Trotz der Kürzungen sind die wesentlichen Elemente erhalten geblieben“, so Schiefer. Vor neun Jahren habe das Ensemble bereits „Faust I“ auf die Bühne des Tuppenhofs gebracht und sechs Mal vor ausverkauftem Haus gespielt – bis heute die erfolgreichste Inszenierung. Aber schon damals war nur ein Fragment auf der Bühne zu sehen, denn die wesentlichen Fragen blieben offen: die Wetten sowohl zwischen Gott und dem Teufel und Faust und dem Teufel. „Eigentlich wurde nur die Gretchen-Tragödie voll ausgespielt“, sagt Schiefer.

„Faust II“ beantwortet die offenen Fragen, erschien aber erst nach Goethes Tod und eine Realisierung auf der Bühne ist wegen Überlänge nur schwer möglich. So kam die Idee zustande, beide Teile zusammenzufassen. Jetzt gilt es, die Rollen passend zu besetzen. Wie schon vor neun Jahren wird auch dieses Mal Ulrich Caspers in die Rolle des Doktor Faustus schlüpfen. Daniela Frimmersdorf verkörpert wieder Mephisto. Nur Carmen Nahas, die seinerzeit das Gretchen mimte, steht nicht mehr zur Verfügung – „sie studiert inzwischen“, erklärt Schiefer. Von daher sucht er eine neue Besetzung: „Es ist keine schauspielerische Erfahrung nötig. Die Interessierte muss sich mit der Figur identifizieren können und sich zutrauen, sie unbefangen und naiv zu spielen“, erläutert er. Die Proben beginnen im Dezember. Interessentinnen melden sich unter der Telefonnummer 02131 519523 oder per Mail an wilhelm.schiefer@gmail.com.

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