1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Vorst: Sportfreunde Vorst sagen Sportwoche ab

Jubiläumsjahr Sportfreunde Vorst : Sportwoche per Videokonferenz abgesagt

Das Event der Sportfreunde Vorst fällt aus. Auf Instagram hält der Verein Kontakt zu seinen Mitgliedern.

Das 75-jährige Bestehen der Sportfreunde Vorst wird für immer mit dem Wort Corona in Verbindung stehen. Die Krise hat den Vorstand nun dazu veranlasst, die beliebte Sportwoche abzusagen. Dies hat er in seiner ersten Videokonferenz der Vereinsgeschichte am Dienstagabend entschieden. „Das ist bedauerlich, gerade in unserem Jubiläumsjahr wäre die Sportwoche mit mehr als 1000 Besuchern schön gewesen“, sagt Michael Zöllner, stellvertretender Geschäftsführer des Vereins. Zwar könne sich der Verein in finanzieller Hinsicht leisten, auf die Sportwoche zu verzichten, doch gesellschaftlich ist die Absage ein reines Desaster. „Wenn man die Bedeutung der Sportwoche für die Stadt Vorst bedenkt, ist das ein schmerzlicher Verlust, weil es zum gesellschaftlichen Leben dazugehört“, sagt Zöllner. Jeder, der einmal für die Sportfreunde gegen den Ball getreten hat, kommt jedes Jahr vorbei um mit alten Kameraden zu plaudern. „Es ist ein Stück weit ein Eingriff in das soziale Leben“, sagt Zöllner.

Kontakt halten die Sportfreunde mit ihren Mitgliedern über das soziale Netzwerk Instagram. Dort postet der Verein jeden Tag ein Foto mit der gleichen Unterschrift: „Tag x ohne Fußball“ – wobei das x für die Tage steht, die seit dem letzten Spiel der ersten Mannschaft vergangen sind. Am Mittwoch waren das 20, auf dem Bild war der Trainer der U17-Junioren zu sehen, der im Regen steht. Die Bildunterschriften haben dabei immer eine Querverbindung zum Fußball: „Im Herzen vereint“, „Stayathome“, „Den Ball einfach mal flach halten“, „Entscheidend ist es, einfach die Nerven zu behalten“ sind nur ein paar Beispiele. „Wir wollen ein bisschen das Vorst-Gefühl nach Hause liefern und in diesen schwierigen Tagen positive Signale setzen“, erklärt Zöllner die Aktion. Noch ist nicht abzusehen, wie lange die Fußballpause andauert. Zöllner hat jedenfalls noch genügend Fotos gebunkert.