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Vorst: kfd-Sitzung reißt Gäste von den Sitzen

Auftakt in Vorst : Kfd-Sitzung: Frauen in Spiellaune

Die erste Sitzung der kfd-Frauen hat die Besucher von den Sitzen gerissen.

Am Wochenende begann der kfd-Sitzungskarneval in Vorst und er geht am nächsten Wochenende weiter. Alle kommenden Sitzungen sind aber bereits ausverkauft, insgesamt werden rund 1200 Frauen das jeweils fünfstündige närrische Treiben miterleben. Marie-Luise Schiffer – sie war 40 Jahre mit dabei – und Ulla Deußen, die jetzt nach 38 Jahren aufhören wird, wurden von der närrischen Bühne verabschiedet. Sitzungspräsidentin Petra Winkels ist froh, dass Nachfolgerinnen bereits auf einer Warteliste stehen.

Auf der Bühne eine unbändige Spielfreude, schnelle Rollen- und Kostümwechsel, im Zuschauerraum Frauen, die ihren Spaß haben und Lust auf promillehaltige Getränke. Männer sind Mangelware, Mark Daschner und Jonas Knopp sorgen für die Musik, Norbert Schiffer schafft die jeweiligen Requisiten herbei. Die „Bütt“ sollte er am Samstag vergeblich auf die Bühne hieven: Danny Frimmersdorf nutzte die ganze Bühne aus für ihre Büttenrede. Das Energiebündel hat sich auch von einem neuen Kniegelenk nicht ausbremsen lassen. Es ging bei ihr unter anderem um das Abnehmen. Ihr Tipp gegen Cellulite: „Einfach das Licht ausmachen.“ Wie duschen Männer, wie Frauen? Die Damen präsentierten einen Vergleich. Ihm kann das Handtuch nicht klein genug sein, ihr nicht groß genug. Aus Nylonstrümpfen hatten sie sich einen „Schniedelwutz“ geklöppelt, auf den der Mann sehr stolz war – einfach köstlich.

Traudel und Yvi Keune spielten ein Ehepaar, das keinen Versicherungsschutz bekommt. Die Versicherungsangestellte (Daniela Kreisel) erkannte, dass der tolpatschige Harald (Traudel Keune) ein schlechtes Risiko war. Den Schlusspunkt bildete ein Wolfgang-Petry-Medley. Jede der 14 Frauen sang ein Lied des schnauzbärtigen Barden im Holzfällerhemd und mit einem halben Kilo Freundschaftsbändern um den Arm gewickelt – ganz so wie das Original. Gemeinsam wurde dann Petrys Klassiker „Wahnsinn“ gesungen, beim Refrain „Hölle, Hölle, Hölle“ gegrölt. Und es wurde klar, dass sich die Proben der Jecken, die bereits nach dem Vorster Schützenfest begonnen hatten, wieder gelohnt hatten.