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Kaarst: Vorst: Kanal für trockene Keller

Kaarst : Vorst: Kanal für trockene Keller

Die Stadt hat mit den Arbeiten für einen Stauraumkanal im Bereich Alt Werret in Richtung Vorster Wald begonnen. Er soll die Lücke zwischen dem bestehenden Kanal und einem alten Korschenbroicher Transportsammler schließen.

Straßen und Keller, die bei Starkregen knöchel- bis kniehoch unter Wasser stehen – in Kaarst ist das kein außergewöhnliches Bild. Im Ortsteil Vorst soll jetzt ein zusätzlicher unterirdischer Regenwassersammler dafür sorgen, dass die Häuser dort auch bei heftigem Niederschlag möglichst trocken bleiben. In dieser Woche setzte Bürgermeister Franz-Josef Moormann zum ersten Spatenstich an.

Begonnen hat die Stadt mit dem Bau des sogenannten Entlastungssammlers bereits vor Jahren. Um das Rückhaltevolumen der Kanalisation möglichst hoch zu halten, planten die Experten unter dem St.-Eustachius-Platz seinerzeit ein Regenrückhaltebecken in zwei Schritten: Zunächst wurde eines mit circa 1600 Kubikmetern Volumen angelegt. "Für die damalige Gebietsgröße", sagt Moormann, "wurde diese Größe als ausreichend erachtet."

Das zweite Becken sollte erst dann entstehen, wenn die geplanten Neubaugebiete bebaut sind. Das ist jetzt der Fall. Eine zweite Beckenhälfte wird dennoch nicht geben. Anstatt derer will die Stadt den ausgedienten Korschenbroicher Transportsammler zur alten Kläranlage nutzen und einen weiteren Stauraumkanal errichten. Eine circa 300 Meter lange Leitung gibt es bereits unter dem St.-Eustachius-Platz.

Der neue, circa 1,2 Kilometer lange und etwa 1800 Kubikmeter fassende Kanal soll weiter in Richtung Vorster Wald verlegt werden. Damit schließt sich die Lücke zwischen dem Transportsammler und dem bereits fertigen Kanalstück unter der Festwiese. In diesem Zusammenhang wird die Verbindung zwischen der Jägerstraße, Alt Werret und der Straße Auf dem Rott sowie der fußläufige Verbindungsweg zur Maximilian-Kolbe-Straße angelegt. Die Gesamtkosten sollen circa 900 000 Euro betragen.

Verlegt wird der Kanal in die Wirtschaftswege und in die Straße Kaninchenskamp. Der verdrängte Boden der Kanaltrasse wird für den Straßenbau wiederverwendet. Für die Zwischenlagerung des Bodens haben die Vorster Landwirte Ackerstreifen zur Verfügung gestellt. Ist der Kanal fertig, werden Wirtschaftswege in einer Länge von etwa einem Kilometer neu ausgebaut.

(NGZ)