Kaarst: Viele neue Messdiener in Kaarst

Kaarst : Viele neue Messdiener in Kaarst

Nachwuchssorgen braucht sich die Kaarster Pfarreiengemeinschaft nicht machen: Insgesamt 66 neue Messdiener wurden jetzt offiziell eingeführt. Für die Kaarster ist diese große Zahl normal – trotz der Zunahme von Kirchenaustritten unter den Erwachsenen.

Nachwuchssorgen braucht sich die Kaarster Pfarreiengemeinschaft nicht machen: Insgesamt 66 neue Messdiener wurden jetzt offiziell eingeführt. Für die Kaarster ist diese große Zahl normal — trotz der Zunahme von Kirchenaustritten unter den Erwachsenen.

Mit den Messdienern betreibt die katholische Kirche ihre Jugendarbeit. Nachwuchssorgen braucht sich die Kaarster Pfarreiengemeinschaft nicht machen: Insgesamt 66 neue Messdiener wurden jetzt offiziell eingeführt. 66 — für die Kaarster ist diese Zahl normal. Trotz der Zunahme von Kirchenaustritten unter den Erwachsenen ist die Zahl der neuen Messdiener in den vergangenen zehn Jahren stabil geblieben.

In dieser Zeit haben Linda Schmitz, Katharina Winterling, Carolin Hochheuser oder Isabel Andrae ebenfalls als Messdienerinnen angefangen. Heute sind sie Gruppenleiterinnen in der Gemeinde St. Martinus, Linda Schmitz sogar als Sprecherin der Leiterrunde die Obermessdienerin.

Wie jeder Messdiener sind sie nach der Erstkommunion in den Dienst getreten. "Anfangs war es selbstverständlich mitzumachen. Aber es ist auch ein schönes Gefühl, bei Hochfesten von oben in die Gemeinde zu schauen, und umgekehrt die Messdiener in ihren Gewändern zu sehen", sagt Carolin Hochheuser. "Die Gruppenstunde war immer der Höhepunkt der Woche. Wenn es ins Ferienlager ging, haben wir uns schon weit vorher überlegt, was wir mitnehmen", erinnert sich Isabel Andrae. Und weil es "das Tollste" war, was sie als Kind erlebt habe, möchte die 16-Jährige diese Erfahrung als Gruppenleiterin weitergeben.

Genauso sehen es ihre Mitstreiterinnen. "Ich finde es wichtig, das weiterzugeben, was ich selbst erfahren habe", sagt Katharina Winterling. In den ersten Wochen lernen die neuen Messdiener ihre Aufgaben während des Gottesdienstes. Sie repräsentieren die Gemeinde am Altar, assistieren dem Priester oder Diakon.

Eine große Rolle spielen sie bei der Eucharistiefeier, wenn sie Kreuz, Kerze, Fahne oder Weihrauch trafen und die Gaben zum Altar bringen. Nach ihrer Einführung im Herbst werden sie für die Gottesdienste eingeteilt. In den Gruppenstunden wird aber nicht nur über die Messe gesprochen. Bei besonderen Hochämtern wie Krippenfeier oder zu Ostern wird der Ablauf dort zwar noch einmal geprobt, hauptsächlich stehen hier aber Spiele und Aktionen im Mittelpunkt.

Glaube soll Spaß machen. In der Kirche benehmen sie sich, in den Gruppenstunden wird es dann ausgelassener, etwa bei einer Schnitzeljagd, beim Kochen, Verstecken spielen oder bei Ausflügen auf die Eislaufbahn oder zum Minigolf. "Durch die vielen Angebote sehen die Kinder, dass wir keine trockene alte Gemeinschaft sind", sagt Linda Schmitz.

Im Pfarrzentrum St. Martinus gehört den "Medis" ein eigener Raum. Bemalte Laken erinnern an die Ferienlager. Bunt sind auch die Stühle und Tische. "Es ist eine kleine Tradition, dass jede Gruppe einen Stuhl bemalt", sagt Katharina Winterling. Ihre Gruppe ist bereits seit dreieinhalb Jahren zusammen. "Die Teilnehmerzahlen schwanken ein wenig, weil die Kinder alle zwei Wochen länger Schule haben", sagt die 18-Jährige. Ausgefallen ist ihre Gruppe aber noch nie.

(NGZ)
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