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VHS Kaarst: Kinder drehen eigenen Gruselfilm

Ferienkursus in Kaarst : Kinder werden zu Gruselfilm-Regisseuren

Drei Mädchen verirren sich im Wald und treffen auf eine „Psychopuppe“ mit einer Axt, einen Werwolf, Geist und Vampir – überleben wird am Schluss keine. Dieses Szenario ist zum Glück nur Fiktion und wird gerade unter dem Arbeitstitel „Im Horrorwald“ im Kaarster Stadtpark gedreht.

Sieben Mädchen zwischen neun und zwölf Jahren nehmen am Kursus der Volkshochschule Kaarst-Korschenbroich „Wir drehen einen Gruselfilm – allein im Dunkeln“ unter Leitung von Theaterpädagogin Tatjana Becker teil. An fünf Tagen treffen sich die Schülerinnen für jeweils dreieinhalb Stunden am Vormittag und entwickeln das Filmprojekt: „Das machen sie super“, lobt Becker. Als Vorlage gab es nur die Prämisse, dass sich drei Kinder im Wald verlaufen – alles andere gestalten die Kinder selbst: die Geschichte, einzelne Szenen und Charaktere.

 Kursleiterin Tatjana Becker (l.) mit Saanvi und Annika.
Kursleiterin Tatjana Becker (l.) mit Saanvi und Annika. Foto: Elisabeth Keldenich

„Drei Mädchen gehen auf eine Party, hören dann komische Geräusche aus einem Wald und sehen nach. Zwei werden sofort getötet, eine vom Vampir gebissen, so dass sie selbst einer wird“, erklären Saanvi, Annika und Leonie. Sie heißen im Film Mathilde, Maja und Lena – die Namen sind natürlich auch selbst ausgedacht. Ein Gebüsch im Stadtpark wird zum Gruselwald, Tatjana Becker gibt Anweisungen und freut sich über die engagierte Schauspielkunst der jungen Darstellerinnen: „Wir drehen einen Stummfilm in schwarz-weiß, dadurch können die Kinder mimisch und gestisch ganz viel zeigen“, sagt sie.

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Nach einigen Diskussionen entschieden sich alle Teilnehmerinnen gegen ein Happy-End: „Am Schluss sterben alle, weil es richtig schön gruselig sein soll“, meinen die Mädchen. Alle sind mit tollen Kostümen, unheimlich geschminkten Gesichtern und viel Spaß bei der Sache. Vor allem das Vampir-Mädchen erlebe ein echtes Drama, verraten sie, da ihre Freundinnen die Verwandlung bemerken. Zum Abschluss wird der Film bei einer internen „Popcorn-Kino-Party“ (Becker) gezeigt. Später gibt es für die Eltern eine Version zum Download.