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Gründung der Stadtwerke: Vertrag soll Freitag unterzeichnet werden

Gründung der Stadtwerke : Vertrag soll Freitag unterzeichnet werden

Mit 37 Stimmen beschloss der Rat am Donnerstag die Gründung eines Gasversorgungsunternehmens auf dem Gebiet der Stadt Kaarst zum 1. Januar 2001. Nur die UWG votierte gegen das Vorhaben, das noch vor wenigen Monaten zu scheitern drohte - als es misslang, einen dritten Partner (die Kreiswerke Grevenbroich GmbH) mit ins Boot zu holen.

Freitag Morgen soll der Vertrag zwischen der Niederrheinischen Gas- und Wasserwerke GmbH (NGW) Duisburg und der Stadt Kaarst unterzeichnet werden. Beide Partner beteiligen sich mit je 50 Prozent an der Stadtwerke GmbH. Das Stammkapital der neuen Gesellschaft soll 2,6 Millionen Euro betragen. Die Stadt Kaarst leistet in die Gesellschaft eine Bareinlage von 1,3 Millionen Euro. Die NGW bringt in die Gesellschaft den Teilbetrieb "Gasversorgung Kaarst" gegen Gewährung von Anteilen im Wert von 1,3 Millionen Euro ein. Im Rat bestand Donnerstag Abend noch größerer Diskussionsbedarf über die geplante Gründung der Stadtwerke, weil die NGW zuvor offenbar eine Nachforderung gestellt hatte, die dem Hauptausschuss bei seinen Beratungen zuletzt noch nicht bekannt war.

Nach 45-minütiger Debatte erzielte die Mehrheit im Rat jedoch Einigkeit über die Vertragsbedingungen. Die Verwaltung wurde beauftragt, mit der NGW einen Kooperationsvertrag auf Basis des vorgelegten Entwurfes abzuschließen und diesen durch Abschluss weiterer Verträge (insbesondere durch den Gesellschaftervertrag) auszuführen. Zum Geschäftsführer der Stadtwerke Kaarst GmbH wurde der Erste Beigeordnete und Stadtkämmerer Heinz Dieter Vogt gewählt. Als ordentliches Mitglied gehört Heinrich Leßmann (CDU) der Gesellschafterversammlung an - als stellvertretendes Mitglied wird Klara Kral (SPD) in dem Gremium vertreten sein. In den Aufsichtsrat wurden zusätzlich zum jeweiligen Bürgermeister der Neuling im Rat, Bankkaufmann Achim Handschuh (CDU), und Peter Jesse (SPD) gewählt.

CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert Kallen dankte der Verwaltung für ihr Engagement. SPD-Fraktionschefin Klara Kral kommentierte: "Das war ein bedeutender Augenblick für diese Stadt." Sie wünschte "dem neuen Kind der Stadt gutes Gedeihen". Christian Gaumitz (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte: "Wir begrüßen den Schritt, trotz unserer Bauchschmerzen bei der kurzfristigen Änderung." FDP-Fraktionschef Jochen Dürrmann meinte: "Das Ergebnis hätten wir schon vor zwei Jahren haben können, wenn der Kreis anders mit uns umgegangen wäre." Und Dr. Friedhelm Klukas (UWG) befürchtete: "Wir bewegen uns hier auf ein Abenteuer zu." czek