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Kaarst: Vereine gegen neue Sportstätten-Gebühren

Kaarst : Vereine gegen neue Sportstätten-Gebühren

Einstimmig haben sich die Kaarster Sportvereine auf einer vom Stadtsportverband (SSV) einberufenen Sitzung gegen den in der Gebührensatzung für die Nutzung der Sportstätten in Kaarst formulierten Paragrafen 9 ausgesprochen, der eine automatische Anpassung der Gebühren für die Sportstättennutzung in den nächsten Jahren vorsieht.

"Während wir die Anhebung für das Jahr 2011 – wenn auch nicht mit Begeisterung – akzeptieren, wehren wir uns vehement gegen den Automatismus, mit dem in den nächsten Jahren die städtischen Gebühren für die Sportstätten-Inanspruchnahme durch die Vereine steigen werden", lautete die einstimmige Forderung. An der Sitzung hatten zahlreiche Vereine des Stadtsportverbands – darunter Vertreter der vier Großvereine – teilgenommen. Gleichzeitig wurde der SSV beauftragt, im Sinne der Beschlussfassung bei Rat und Verwaltung der Stadt zu intervenieren.

Zuvor hatte SSV-Vorsitzender Theo Thissen noch einmal die seinerzeitige Überlegung der Stadt in die Erinnerung gerufen, auch die Sportvereine zu den steigenden Kosten der Sporthallenbewirtschaftung mit heranzuziehen. Von den erwarteten 25 000 Euro seien jedoch nur rund 15 000 Euro realisiert worden. Allerdings habe zur Unterschreitung der geplanten Einnahmen auch der Ausfall der Dreifachturnhalle beigetragen. Nach dem bisherigen Sachstand solle durch die Erhöhung der Gebühren 2011 ein zusätzliches Einnahmeplus von 7500 Euro erwirtschaftet werden, um auf 22 500 Euro für 2011 zu kommen. Für das Jahr 2012 ist ein Haushaltsansatz von 37 500 Euro vorgesehen.

"Hallen in schlechtem Zustand"

Während die je nach Platzanlage bzw. Halle gestaffelte Erhöhung für das Jahr 2011 von den Vereinen "mit Kopfschmerzen" akzeptiert werde, wie Elfi Boltendahl für die SG Kaarst erklärte, bereitet der vorgesehene jährliche Automatismus der Gebührenerhöhung den Vereinen Existenzprobleme und so wörtlich "Angst vor der Zukunft".

Bei der Diskussion wurden auch die Defizite angesprochen, die in den Hallen einiger Ortsteile bestehen. So reklamierte der Vorsitzende von GutHeil Vorst, Heinz-Günter Püllen, dass für die Vorster Turnhalle seit mehr als zehn Jahren keine neuen Sportgeräte angeschafft worden seien. Vor diesem Hintergrund seien die geplanten Kostenerhöhungen nicht tragbar. Thissen erklärte, dass die Stadt eine jährliche Sportpauschale in Höhe von rund 114 000 Euro erhält.

(NGZ)