Kaarst: Vereine bieten Trägerschaft an

Kaarst : Vereine bieten Trägerschaft an

Kaarst Die Kaarster Sportvereine wollen erreichen, dass die Sportstättennutzungsgebühr doch noch kippt. Heinz Wieland, Vorsitzender der SG Kaarst und damit des größten Kaarster Sportvereines (6100 Mitglieder), erläuterte der NGZ am Montag, wie das geschehen solle: "Die größten Kaarster Vereine haben gerade Rohverträge entworfen, in denen geregelt wird, dass die Vereine selbst die Trägerschaft von städtischen Sportstätten übernehmen."

Kaarst Die Kaarster Sportvereine wollen erreichen, dass die Sportstättennutzungsgebühr doch noch kippt. Heinz Wieland, Vorsitzender der SG Kaarst und damit des größten Kaarster Sportvereines (6100 Mitglieder), erläuterte der NGZ am Montag, wie das geschehen solle: "Die größten Kaarster Vereine haben gerade Rohverträge entworfen, in denen geregelt wird, dass die Vereine selbst die Trägerschaft von städtischen Sportstätten übernehmen."

Dass diese Rechnung aufgeht, glaubt Wieland vor allem aus folgendem Grund: "Die Stadt Kaarst wird durch solche Vereinsträgerschaften Kosten sparen." Mit verschiedenen Fraktionen seien schon Gespräche geführt worden, mit der CDU-Mehrheitsfraktion sei ein Gespräch angestrebt.

Auch die SPD macht einen erneuten Vorstoß gegen die Sportstättennutzungsgebühr. In der kommenden Sitzung des Stadtrates soll folgender Tagesordnungspunkt auftauchen: "Der Rat hebt den Haushaltsbegleitbeschluss zu Sportnutzungsentgelten vom 2. März 2006 in den Punkten 1 bis 3 auf und verzichtet damit darauf, für die Nutzung von städtischen Sporteinrichtungen ein Entgelt zu erheben."

Der Vorschlag Wielands wird auch von der SPD getragen. Nach den Vorstellungen der Kaarster Sozialdemokraten solle die Verwaltung prüfen, welche Sportstätten in die Betriebsträgerschaft von Kaarster Sportvereinen übergeleitet werden können, welche Modalitäten die Vereine erfüllen müssen, damit sie als Betriebsträger in Frage kommen. Damit ist unter anderem gemeint, inwieweit die Vereine Kosten übernehmen sollen und wie die personelle Ausstattung ist. Und auch Haftungsfragen und Nutzungsregelungen sind damit angesprochen.

Auch für die Terminierung hat die SPD schon klare Vorstellungen, die Wolfgang Reuter (SPD) erläutert: "Die Verwaltung führt mit interessierten Kaarster Sportvereinen Verhandlungen und legt dem Sport-, Freizeit- und Sozialausschuss in seiner Sitzung am 14. November 2006 ein Konzept für die Übertragung von Betriebsträgerschaften vor." Außerdem solle der Arbeitskreis Sport sofort aufgelöst werden.

Reuter begründet: "Der Arbeitskreis Sport hat seinen Auftrag aus den verschiedensten Gründen nicht erfüllt. Die Vereine haben mit Schreiben des Stadtsportverbands vom 8. Februar erstmals zum Thema Kostenbeteiligung Stellung genommen. In diesem Schreiben weisen sie ausdrücklich darauf hin, dass sie eine solche Beteiligung wirtschaftlich nicht verkraften können." Sollten die Vereine, deren Arbeit überwiegend ehrenamtlich geleistet wird, sich aus diesen Gründen auflösen müssen, ziehe dies ein kaum zu füllendes Vakuum im Vereinsleben der Stadt Kaarst nach sich.

"Die gesundheits-, jugend- und sozialpolitischen Schäden sind dabei überhaupt nicht abzuschätzen. Die Wertschätzung der ehrenamtlichen Tätigkeit, die der Bürgermeister zu jeder passenden Gelegenheit immer wieder betont, erlitte gleichfalls einen Verlust, der kaum zu heilen wäre", so Wolfgang Reuter weiter.

(NGZ)
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