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Verdacht auf Coronavirus in Kaarst: AEG geht in die Verlängerung

Coronaverdacht an Gymnasium in Kaarst : AEG in der Verlängerung – Vorklausuren geschrieben

Das Albert-Einstein-Gymnasium in Kaarst ist erneut von einem Verdachtsfall im Sachen Coronavirus getroffen worden. Von Montag bis einschließlich Donnerstag müssen insgesamt 140 Schüler und 15 Lehrer vom Schulbetrieb fernbleiben. Dabei handelt es sich nach Angaben von Schulleiter Bruno von Berg erneut um eine „reine Vorsichtsmaßnahme“.

Betroffen ist eine achte und alle neunten Klassen, die gerade erst von einer Skifreizeit zurückgekommen sind. „Es fühlt sich so an, als wäre die Skifreizeit verlängert worden“, erklärt von Berg, der die erneute Betroffenheit seiner Schule relativ gelassen hinnimmt. Er habe am Montag mit der Lehrkraft, die möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert ist, gesprochen. „Sie ist putzmunter“, sagt von Berg. Am Freitag hat die Lehrerin erfahren, dass sie am 27. Februar Kontakt mit einer mittlerweile positiv getesteten Person hatte. Auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes wurden alle Schüler, die mit in Österreich waren, bis Donnerstag vorsichtshalber vom Unterricht ausgeschlossen. Da die Lehrerin am 28. Februar noch eine achte Klasse unterrichtet hatte, müssen auch diese Schüler zu Hause bleiben.

Die Abiturvorklausuren, die in der vergangenen Woche wegen der Komplett-Schließung der Schule ausgefallen waren, konnten am Montag allerdings nachgeholt werden. Allerdings fiel erneut eine Staatsexamensprüfung aus. „Zum Glück ist es aber nicht die Lehrkraft, die in der vergangenen Woche davon betroffen war“, sagt von Berg. Auch die Lehrstandserhebung der achten Klassen musste verschoben werden. Jedes Jahr wird in den achten Klassen in den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch der Lehrstand erhoben. „Wir müssen mit der Agentur, die den Lehrstand ermittelt, sprechen und prüfen, wann und ob die Erhebung nachgeholt wird“, sagt von Berg. Er hofft, dass spätestens nach der „Verlängerung“ bis Donnerstag endlich wieder der Alltag in seiner Schule einkehrt.

Die England-Fahrt der Siebtklässler, die am 29. März beginnt, soll derzeit wie geplant stattfinden. Sollte das Robert-Koch-Institut Großbritannien bis dahin noch als Risikogebiet einstufen, ist eine kurzfristige Absage der Fahrt nicht auszuschließen. Nur eine offizielle Reisewarnung würde auch eine Erstattung der Kosten in Aussicht stellen.