Umbau von Kunstobjekt im Vorster Wald verzögert sich wegen Fledermäusen

Fledermaus-Alarm im Vorster Wald: Umbau von Trafo-Häuschen erst 2020

Nach den „Brücken über den Nordkanal“, der Waldarbeiterhütte und dem Ampelnistkasten wird das Trafo-Häuschen das vierte Kunstobjekt des Kunstvereins Nordkanal.

Das bestehende Gebäude, das vermutlich aus den 1960er Jahren stammt, hatte eigentlich zusammen mit dem Sportlerheim im Vorster Wald abgerissen werden sollen, bevor sich der Kunstverein dafür interessierte. Bis dort regelmäßig wechselnde Skulpturen zu sehen sein werden, wird es allerdings noch einige Zeit dauern.

Der Vorsitzende des Vereins, Markus Albiez, weiß, dass dies erst 2020 möglich sein wird. Dafür gibt es drei Gründe: Die Planung muss stehen – und die Finanzierung. Und da das Dach so angelegt wurde, dass sich dort Fledermäuse ansiedeln können, sind Bauarbeiten während der Brutzeit tabu. Markus Albiez kann nicht sagen, ob das Trafo-Häuschen zurzeit von Fledermäusen bewohnt wird. Der Hohlraum unter dem Dach ist nicht einsehbar. Trotzdem hadert er nicht mit dieser Form des Tierschutzes – im Gegenteil: „Wir lieben Fledermäuse – sie gehören zur Biodiversität im Vorster Wald einfach dazu.“

Der Vorster Wald ist für ihn „die Grüne Lunge von Kaarst“, sein Verein schmückt den Wald mit „kleinen Kunst-Highlights“. Der Eingriff in die Bausubstanz des Trafo-Häuschens wird massiv sein – schließlich sollen in alle vier Wände runde Löcher gebrochen werden, sodass sich Besucher im Vorster Wald künftig die Skulpturen von allen Seiten anschauen können. Immerhin wurde bescheinigt, dass die Fledermäuse mit der Beleuchtung des Innenraums und den Menschen, die sich die Skulpturen anschauen, gut leben können. Albiez rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von 15.000 Euro.

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