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Tuppenhof in Kaarst-Vorst: Erinnerungen an Simon & Garfunkel

Konzert in Kaarst : Erinnerungen an Simon & Garfunkel

Im Bauerngarten des Tuppenhofs ertönte jetzt der „Sound of Silence“, da ging es um „Mrs. Robinson“ und um „Cecilia“: 150 Besucher genossen einen lauen Sommerabend mit SiFunkel, der Simon & Garfunkel-Tribute-Band.

Die Weltstars wären bestimmt ziemlich zufrieden gewesen mit dem, was die drei Musiker da boten – und die Besucher waren es sowieso. „What a wonderful world“: Dieser Ohrschmeichler tat so richtig gut in Zeiten, wo die Welt gerade mal alles andere als wundervoll ist. Überhaupt lädt die Musik von Simon & Garfunkel dazu ein, tief in schöne Erinnerungen einzutauchen so wie man nach einem anstrengenden Tag in ein warmes, angenehm duftendes Wannenbad eintaucht.

SiGarfunkel ist noch ein sehr junges Projekt, aber es mangelt nicht an Erfahrung bei dem Trio, bestehend aus dem Iren Fergus Holmes und Tom Watson und Didi Wetenkamp. Watson kann nicht nur Simon & Garfunkel, sondern auch Phil Collins, ist er doch Frontmann der renommierten Tribute-Band „True Collins“. Fergus Holmes, Gitarrist und Songwriter, feierte in den 60er Jahren erste Erfolge mit der „The Singing Holmes Family“. In den 1980er Jahren war er der Kopf der Band „Head over Heals“. Didi Wetenkamp am Bass und an der Gitarre gehört zu den gefragtesten Gitarristen im deutschsprachigen Raum.

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Dem Trio schien der Auftritt in rustikalem Ambiente richtig Spaß zu machen, es war zu Scherzen aufgelegt – zu Scherzen wie diesem: „Wir haben das Programm ewig nicht mehr gespielt, ich glaube, das merkt man“. Sowas nennt man Fishing for Compliments, denn natürlich hörte man das nicht.

Das Publikum erfuhr, dass Paul Simon es etwas poppiger liebte, kurz bevor es zur Trennung von Art Garfunkel kam. Unweit der alten Schlagkarre, den mächtigen Obstbaum zum Greifen nah, griff Fergus Holmes zur Mundharmonika: „Leilelei leileleilaleilelei“ – „The Boxer“ war ein weiterer Evergreen des Folk-Duos, den SiFunkel sehr authentisch rüberbrachten. „Bye, bye, Love“ war jetzt ein Song mit Symbolcharakter: Kulturmanager Dieter Güsgen wünscht sich, dass die Fans der Kaarster Kleinkunst sich von ihrer „Liebe“ nicht verabschieden – das war ihm einen kurzen Werbeblock wert. „Im August geht es wieder indoor im Albert-Einstein-Forum los. Kommt vorbei und unterstützt unsere Kulturarbeit, damit sie auch künftig Bestand hat.“