Kaarst: Telekom bietet Breitband-Ausbau an

Kaarst : Telekom bietet Breitband-Ausbau an

Für den Breitbandausbau in Holzbüttgen und Vorst wird ein offenes Auswahlverfahren ohne Vergabeverpflichtung durchgeführt. Das beschloss jetzt der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig. Auf Anregung von Lars Christoph (CDU) wurde das Ziel konkretisiert: Es soll ein Betreiber gefunden werden, der das vorhandene Netz ausbaut.

Breitbandexperte Jürgen Karg erklärte, dass der Weg hin zu einem Glasfaserhausanschluss führen müsse, um allen Anforderungen zu genügen. Das sei aufgrund der enormen Kosten eine langfristig zu lösende Aufgabe. Er empfahl, bei ohnehin fälligen Erdarbeiten entsprechende Leerrohre zu verlegen.

Ulrich Adams von der Telekom legte ein Konzept vor. Demnach müssten in Holzbüttgen 400 Meter Leerrohre verlegt werden und knapp vier Kilometer Glasfaserkabel. Darüber hinaus müssten sieben Kabelverzweiger überbaut und angeschlossen werden. Das Resultat: Nutzern stünden zwischen drei und 50 Mega-Bit zur Verfügung, wobei die Zahl der Anschlüsse mit weniger als zehn Mega-Bit sehr gering sei. In Vorst müssten 1500 Meter Leerrohre verlegt werden und 4,7 Kilometer Glasfaserkabel.

Diese Investition würde in Holzbüttgen rund 700 und in Vorst rund 1800 Anschlüssen deutliche Verbesserungen bei der Breitbandversorgung bringen. Adams würde die Arbeiten gerne gemeinsam mit der Stadt Kaarst umsetzen. Welche Kosten dabei auf die Stadt zukämen, dazu wollte er sich in öffentlicher Sitzung nicht äußern.

Die Leerrohrverlegung schlägt erfahrungsgemäß mit bis zu 90 000 Euro pro Kilometer zu Buche, die Ertüchtigung und Erweiterung der Schaltschränke koste pro Schrank 20 000 bis 30 000 Euro. Die Verlegung von Glasfaser in vorhandene Leerrohre kalkuliert Adams mit 3000 Euro pro Kilometer.

Das Auswahlverfahren wird zwei Monate in Anspruch nehmen, die Ausbauzeit beträgt rund zwölf Monate. Im Verlauf des Jahres 2013 könnte in ganz Kaarst ein schnelles Internet zur Verfügung stehen.

(NGZ)