1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Kaarst: Street View: Mehr als 150 Widersprüche

Kaarst : Street View: Mehr als 150 Widersprüche

Mehr als 150 Widersprüche gegen den Internetdienst Google Street View sind bislang bei der Stadt eingereicht worden. Kaarster, die ihre Privatsphäre schützen wollen, können gegen die Veröffentlichung von Bildern ihres Hauses ihr Veto einlegen. Nach einer Vereinbarung des Unternehmens Google mit dem Berliner Verbraucherschutzministerium ist es zulässig, dass die Kommunen ihren Bürgern mit Sammelwidersprüchen Hilfestellung geben können. Bislang war jeder Bürger für diesen Widerspruch selbst verantwortlich.

Nach massiver Kritik hat Google gestern sein Widerspruchsverfahren detailliert erläutert. Das Unternehmen betonte, dass der Antrag auf Unkenntlichmachung von Häusern und Wohnungen auch nach dem Start des Dienstes dauerhaft gestellt werden könne. Google reagierte damit auf zahlreiche kritische Stimmen von Datenschützern und Politikern, die Widerspruchsfrist sei zu kurz bemessen.

Die Stadt Kaarst leitet Widersprüche gegen "Google Street View"-Bilder weiter. Im Auftrag des Internetdienstes sind im Rhein-Kreis Neuss derzeit Kamerawagen unterwegs, die ganze Straßenzüge fotografieren. Internetnutzern sollen auf diese Weise virtuelle Stadtrundgänge ermöglicht werden.

Bürger, die ihr Datenschutzrecht einfordern, können eine E-Mail an Karolina.Swiderski@kaarst.de schicken, den Widerspruch schriftlich im Rathaus abgeben oder sich direkt an Google wenden: per E-Mail an streetview-deutschland@google.com oder per Brief an Google Germany GmbH, Betrifft Street View, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg.

(NGZ)