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Straßenverkehr in Kaarst: Politik fordert Lösungen für Karlsforster Straße

Karlsforster Straße in Kaarst : Politik fordert Lösungen zur Verkehrsberuhigung

Auf der Karlsforster Straße sollen bald erste Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung durchgeführt werden. Anwohner beklagen, dass sich dort viele Autofahrer nicht an das Tempolimit halten.

In einer E-Mail an die Polizei und das Ordnungsamt der Stadt Kaarst hat eine Bürgerin erneut gefordert, an der Karlsforster Straße Geschwindigkeitsmessungen vorzunehmen. Dort herrscht Tempo 30, doch viele Autofahrer halten sich nicht daran. Gleichzeitig ist das erhöhte Verkehrsaufkommen vielen Anwohnern ein Dorn im Auge.

Eine Anwohnerin hat sogar Angst um die Kinder. „Durch den starken Verkehr in Verbindung mit den Geschwindigkeitsüberschreitungen ist die Situation insbesondere für die vielen hier ansässigen Kinder hochgefährlich“, schreibt sie in der Mail, die unserer Redaktion vorliegt. Sie fordert, die Fahrbahn an mehreren Stellen mit einer Tempo-30-Markierung zu versehen und Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen.

Das Thema Karlsforster Straße stand auch auf der Tagesordnung des letzten Mobilitätsausschusses. Und die Ausschussmitglieder drückten mächtig aufs Tempo. „Wir sollten da jetzt vorwärts kommen. Es wird dort weiterhin einen Verkehrszuwachs geben“, sagte Heiner Hannen (Bündnis 90/Die Grünen) und sprach die neue Siedlung an der Astrid-Lindgren-Schule an, wo weitere Wohneinheiten gebaut werden.

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Dagmar Treger (CDU) ergänzte: „Wir müssen dort voran machen. Die Bebauung ist abgeschlossen, es ist mittlerweile gefährlich, die Straße zu überqueren. Wir hoffen, dass so schnell wie möglich ein vernünftiges Verkehrskonzept entwickelt wird.“ Bereits im Februar dieses Jahres wurden die im vergangenen Jahr beschlossenen Maßnahmen konkretisiert. So soll an der Zuwegung zum Benedictus-Kindergarten dauerhaft eine Smiley-Anlage angebracht werden, die Autofahrern ihre Geschwindigkeit anzeigt. Als provisorische Lösung sollen bis Anfang Mai vier Pflanzkübel zur Verkehrsberuhigung auf der Straße aufgestellt werden.

Weitere Maßnahmen, beispielsweise eine Veränderung der Verkehrsführung, sollen im Mobilitätskonzept berücksichtigt werden, das Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres verabschiedet werden soll. In der Beschlussvorlage der Verwaltung steht: „Die Verwaltung rät, diese Überlegungen mit in die Szenarienentwicklung des Mobilitätskonzeptes zur Bearbeitung zu geben.“