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Kaarst: Straße mit Farbe beschmiert

Kaarst : Straße mit Farbe beschmiert

An der Antoniusstraße wurde ein Haus samt Straße und Gehweg mit Farbe verunstaltet. Farbschmierereien werden vom Bauhof möglichst schnell beseitigt. Zuweilen finden sich auch politisch-extreme Darstellungen.

Wer auch immer den Eimer in die Hand genommen hat — an der Antoniusstraße in Vorst hat er ganz große Arbeit geleistet. Groß meint in diesem Fall die Dimension. Eine komplette Hauswand, Straßenschilder, die Kreisstraße selbst und der Gehweg wurden sehr unschön mit Farbe beschmiert.

Die Straßenschilder hat der Baubetriebshof mittlerweile gereinigt. Heute wollen die städtischen Mitarbeiter gemeinsam mit dem Streckenwart des Kreistiefbauamtes versuchen, die Straße und den Bürgersteig sauber zu kriegen — damit Vorst am Schützenfestwochenende auch an dieser Ecke wieder hübsch aussieht.

Farbschmierereien auf Hauswänden und in Unterführungen, vor allem Graffiti, kommen immer mal wieder im Stadtgebiet vor. Eine besondere Vorgehensweise zur Sichtung, sagt Stadtsprecherin Sigrid Hecker, gibt es allerdings nicht. Entweder werden die "Kritzeleien" und Kunstwerke von Bürgern entdeckt gemeldet oder sie fallen Stadtmitarbeitern per Zufall auf.

Aktuell werden in Kaarst die Unterführungen gereinigt. Jene am Robert-Grootens-Platz zum Beispiel ist schon wieder schmierereifrei. Die Unterführungen am Postweg/Benatekstraße und am Struckerweg sind beim Baubetriebshofes in Auftrag gegeben. Das Material, sagt Hecker, stehe schon bereit. Allerdings hätten die Ferienzeit, das Abfeiern von Winterdienstüberstunden sowie vorrangige Einsätze des Bauhofs bei "Kaarst Total" und bei Schützenfesten für Verzögerungen gesorgt. "Bei den Schmierereien", sagt Hecker, "handelt es sich weder um politische noch sonst wie aggressive Darstellungen."

Dass es solche in Kaarst auch gibt, ist aber durchaus bekannt. Auf der Internetseite einer von der Polizei als linksextrem eingestuften Gruppierung existieren Fotos, die rechtsextreme Schmierereien an verschiedenen Stellen in Vorst dokumentieren. Auch Thomas Schröder, Brudermeister der Vorster St. Eustachius-Schützenbruderschaf, sind diese aufgefallen. "Solche", sagt er, "gibt es aber überall im Stadtgebiet." Die anonymen Verfasser der Internetseite stellen unter anderem einen Zusammenhang zwischen Schmierereien und Brauchtum her. In einem Schreiben kündigen sie für das Schützenfestwochenende deshalb mögliche Aktivitäten an. Sowohl Thomas Schröder, die Stadt als auch die Polizei sehen darin jedoch absolut keine Gefahr.

"Wir haben keinerlei Hinweise auf links- oder rechtsextreme Gruppierungen oder Aktionen in Vorst", betont Polizeisprecherin Diane Drawe.

Eine Verbindung zwischen den Schmierereien an der Antoniusstraße und der Ankündigung sehen die Ordnungshüter nicht.

(NGZ/rl)