1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Kaarst: Stodiek-Wohngebiet soll noch weiter wachsen

Kaarst : Stodiek-Wohngebiet soll noch weiter wachsen

Im Bereich "Keplerstraße/Leibnizstraße" möchte die Verwaltung Gewerbe- in Wohngebiet verwandeln. Probleme macht der Verkehr.

Kaarst will weiter wachsen, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch in Bezug auf "Wohnraum" – jedenfalls dort, wo es möglich ist. Die Entscheidung, dass sich diesbezüglich im erweiteren Umfeld des Stodiekrings, westlich des Stadtzentrums, etwas tun soll, ist fast neun Jahre alt: 2004 hat der Stadtrat beschlossen, für den Bereich "Keplerstraße/Leibnizstraße" einen Bebauungsplan (B-Plan) aufzustellen. Bis zur Konkretisierung der Pläne verging einige Zeit. Erst 2011 stellte ein Bauträger einen Antrag auf Erstellung eines vorhabenbezogenen B-Plans. So kamen die Planungen schlussendlich wieder in Fahrt.

Das Plangebiet umfasst das ehemalige Betriebsgelände des Kartonagen-Betriebs Hoffmann und ein unbebautes Grundstück, das an die Wohnbebauung auf dem Stodiekgelände grenzt. Ziel ist es, die Wohnbebauung von der Leibnizstraße aus weiter nach Osten auszuweiten – quasi als Fortführung des Bebauungsplans "Stodiek". Grundsätzlich möglich ist dieser Wandel von "Gewerbe" zu "Wohnen", weil der gesamte Bereich im Rahmen einer Flächennutzungsplanänderung im Jahr 2000 als Wohnbaufläche ausgewiesen wurde. Gelingen soll er mit Hilfe eines entsprechend erarbeitenden städtebaulichen Konzepts.

Das sieht vornehmlich Einzel- und Doppelhäuser vor, die sich in die gewachsene Baustruktur der Wohnbebauung an der Keplerstraße und am Bisgeshof einfügen. Klar ist für die Planer auch: Die Häuser, die im südlichen Bereich des Plangebiets entstehen, müssen vor dem Lärm der Neersener Straße geschützt werden. In die Erschließung des Areals sollen die vorhandenen Zufahrten über die Keplerstraße und die Leibnitzstraße integriert werden. Die vorhandenen Bäume bleiben nach Möglichkeit bestehen und bilden eine "grüne Mitte". So weit die Idee.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung hatten die Kaarster jetzt Gelegenheit, die Vorhaben einzusehen und sich zu äußern. Probleme bereitet derzeit vor allem die Verkehrsplanung. Nicht nur die SPD befürchtet Schleichverkehre. Planungsausschuss und Stadtrat haben das Thema deshalb noch einmal vertagt und in die Fraktionen verwiesen. Beraten werden soll nun unter anderem, ob die Verwaltung ein Verkehrsgutachten in Auftrag gibt.

(NGZ)