Stadtfest "Kaarst Total" lockte Besucherscharen: Stimmung bei "Eruption" und Snowboarden

Stadtfest "Kaarst Total" lockte Besucherscharen : Stimmung bei "Eruption" und Snowboarden

Das dritte Stadtfest "Kaarst Total" war mit seinen zahlreichen Attraktionen wieder ein Publikumsmagnet. Die Besucher hatten die Qual der Wahl: Welche kulinarische Spezialität kosten, welche Musik hören, an welchem der teilweise sehr originellen Stände zum Portemonnaie greifen? Um einigermaßen den Überblick zu bekommen, mussten Jung und Alt schon ein paar Stunden einplanen. Auf den Bühnen tummelten sich nicht nur Stars wie "Rednex" oder "Eruption", auch die Mitglieder ortsansässiger Vereine und Fitness-Studios hatten ihr Publikum. Das Stadtfest "Kaarst Total" bot am vergangenen Wochenende Jung und Alt viel Abwechslung und Unterhaltung: Die Kids holten sich bei Snowboard-Fahrten auf der Skipiste schon mal einen Vorgeschmack auf den Winter. Für Stimmung unter den Besucherscharen aus der ganzen Region sorgten Precious Wilson (unten) und ihre Band "Eruption" am Samstagabend. NGZ-Fotos: L. Berns

Das dritte Stadtfest "Kaarst Total" war mit seinen zahlreichen Attraktionen wieder ein Publikumsmagnet. Die Besucher hatten die Qual der Wahl: Welche kulinarische Spezialität kosten, welche Musik hören, an welchem der teilweise sehr originellen Stände zum Portemonnaie greifen? Um einigermaßen den Überblick zu bekommen, mussten Jung und Alt schon ein paar Stunden einplanen. Auf den Bühnen tummelten sich nicht nur Stars wie "Rednex" oder "Eruption", auch die Mitglieder ortsansässiger Vereine und Fitness-Studios hatten ihr Publikum. Das Stadtfest "Kaarst Total" bot am vergangenen Wochenende Jung und Alt viel Abwechslung und Unterhaltung: Die Kids holten sich bei Snowboard-Fahrten auf der Skipiste schon mal einen Vorgeschmack auf den Winter. Für Stimmung unter den Besucherscharen aus der ganzen Region sorgten Precious Wilson (unten) und ihre Band "Eruption" am Samstagabend. NGZ-Fotos: L. Berns

Na also: So schlecht war das Wetter doch gar nicht. Einen Grund, auf Petrus böse zu sein, gab es nicht. Die Besucher honorierten dies und kamen in Scharen. Am Wochenende gab die Jugend den Ton an. Für die jungen Gäste gab es viel zu entdecken. Waren die Eiszapfen auf der Bergbahn nur aufgemalt - der Schnee, der per Lastwagen herangeschafft wurde, war echt. In Höhe des Kreisverkehrs an der Maubisstraße konnten Kids auf einer Piste Snowboard fahren. Wer sich nach diesen unverhofften Winterfreuden zünftig stärken wollte, griff zu Leberkäse oder Wildgulasch.

Moderator Dirk Reuter auf der Sparkassen-Bühne vor dem Rathaus lud immer wieder zum 500-Mark-Gewinnspiel ein. Die "Hundefreunde Kreis Neuss" warben mit folgendem Slogan: "Herz und Verstand für kalte Schnauzen". Im Info-Container der Regio-Bahn war mitunter mehr Platz als in den morgentlichen Zügen in Richtung Neuss. Bis zur Mittagszeit "floss" der Besucherstrom eher spärlich - das sollte sich im Laufe des Nachmittags gründlich ändern. Zu den besonderen Angeboten zählten Zahnpiercing und Rasta-Locken, als Klassiker waren Lebkuchenherzen und Gulaschsuppe zu haben. Ganz Mutige, die sich des Respekts der Zuschauer sicher sein konnten, investierten 90 Mark in einen Bungee-Sprung.

Aus der Kran-Perspektive mag das riesige Kissen allenfalls Briefmarken-groß erschienen sein. Ein bisschen Mut gehörte auch dazu, sich auf der Sparkassen-bühne einem Quiz zu stellen - hier konnte die Geldbörse getrost stecken bleiben, denn es winkten bis zu 500 Mark. Schade: Bobby Farrell war plötzlich erkrankt, so dass "Boney M." kurzfristig absagen musste. Die Band "Eruption" mit Precious Wilson, bekannt durch Hits wie "Oneway-ticket to the moon" oder "I can't stand the rain" war jedoch ein würdiger Ersatz und sorgte für Stimmung. "Rednex", "The Blues Brothers Revival Band" und die "Ötte-Band" waren nur eine kleine, aber feine Auswahl aus dem breiten Spektrum des Musik-Angebotes auf den Bühnen. Als Bindeglied zwischen Maubisstraße und Matthias-Claudius-Straße wirkten die rund 35 alten Traktoren, die später im Konvoi durch die Stadtmitte zogen.

"Das klingt wie Musik in meinen Ohren", gestanden Oldtimer-Freunde, während sich Anwohner über die Veteranen mit den hämmernden Dieselmotoren ärgerten. Gerd Schulten hatte mit seinem Zettelmeyer, Baujahr 1936, das älteste und wohl seltenste Modell vorgefahren. Wer den Traktoren folgte, stand plötzlich vor der Hügen-Bühne, wo Moderator Axel Werner für gute Laune sorgte. "Top-Act" war hier die Gruppe "Halber Liter", präsentiert vom Autohaus Dieter Schmidt und dem Hotel Holiday Inn. Besonders niedrig war der Altersdurchschnitt der Besucher im Maubiscenter, wo die Kinderbühne stand. Mini-Playback-Show, Malwettbewerb, Kinderschminken, Zauberei und vieles mehr sorgten auch bei den Kids für abwechslungsreiche Unterhaltung. Unmöglich, nach einigen Stunden behaupten zu können, alles gesehen zu haben.

Die "Step-Aerobic-Girls" von Rido Fitness brachten ihre trainierten Körper vor den Augen der Besucher auf Touren, viel Beifall erhielten auch die Breakdancer. Einige Stände waren besonders originell: So wurden frische Champignons in einer Mühle serviert, deren Flügel sich drehten. Das Gedränge am Abend vor dem Rathaus war groß: Dort sorgte das Höhenfeuerwerk synchron zu Musik aus James-Bond-Filmen für Faszination: "Die Welt ist nicht genug" - so maßlos waren die Veranstalter von "Kaarst Total" nicht, wenn das Stadtfest auch ein ehrgeiziges Projekt war. barni