Kaarst: "Sternstunden" mit zwei Gesichtern

Kaarst: "Sternstunden" mit zwei Gesichtern

Das Wetter zum Auftakt war schlecht. Dafür lief es gestern umso besser.

Gibt es einen schöneren Namen für einen Weihnachtsmarkt als "Sternstunden"? Und hätte das Wetter schlechter sein können als zum Auftakt? Die Antwort lautet in beiden Fällen nein. Zum Glück kam doch noch Leben auf den Rathausplatz und auch vorweihnachtliche Stimmung sollte sich einstellen. Und gestern klingelten beim verkaufsoffenen Sonntag sogar die Kassen in den Geschäften.

"15 Prozent auf alles". "Bis zu 70 Prozent reduziert": Solche Versprechen lockten viele Menschen in die Geschäfte. Eva Neuenfeld von der Buchhandlung Petra Esser hatte zwar keine Prozente zu bieten, war aber dennoch zufrieden: "Die Kunden kommen in die Geschäfte und lassen sich inspirieren." Renate Reuter, Verkäuferin bei "Stilecht", war ebenfalls zufrieden: "In den letzten Tagen wurde sehr viel Herrenmode gekauft." In den Arkaden sorgten Handwerker für vorweihnachtliche Akzente: Tischlermeister Sascha Hermans und seine Mitarbeiter hatten Theaterlatten weiß lackiert und zu einer modernen Weihnachtsbaumskulptur zusammengefügt. Konditormeister Thomas Puppe animierte Kinder dazu, Lebkuchen in der Form von Weihnachtsmännern, Engeln oder Weihnachtsbäumen zu verzieren. 900 Lebkuchenteile verzieren den Baum. "Am 6. Januar findet das große Abknuspern statt", kündige Sascha Hermans an. Auf der Bühne war immer was los. Dafür sorgten vor allem Mark Koll und seine Musiker wie die Saxofonistinnen Kaja Schuhmann und Paula Lehwalder sowie Claas Hachmann, der Weihnachtslieder sang. Dabei roch es nach Krustenbraten, Champignons mit Blumenkohl und Reibekuchen. Ein kleines Karussell war Anziehungspunkt für kleine Besucher, am Rathaus-Giebel leuchtete ein blau-roter Stern.

(barni)