Kaarst: Steht der Seniorenbeirat vor dem Aus?

Kaarst: Steht der Seniorenbeirat vor dem Aus?

Im Gremium sollen sich zwei Gruppen gebildet haben, dass ein Miteinander nicht mehr möglich war,

Der Vorsitzende Josef Johnen, Karin Neumann, Anna Pöggeler, Cornelia Schlabbers und Helmut Schmitz gehören ab sofort nicht mehr dem achtköpfigen Seniorenbeirat der Stadt an. Der Grund: Es sollen sich in dem Beirat zwei Gruppen gebildet haben, die nicht mehr miteinander gestaltet, sondern nur noch gegeneinander gearbeitet haben.

Das Rathaus möchte die Rücktritte nicht bewerten. Wie Pressesprecher Peter Böttner jedoch bestätigte, habe es in den jüngsten Sitzungen Unstimmigkeiten gegeben und die "Regeln eines professionellen Miteinanders" seien verlassen worden. "Wir haben die Unstimmigkeiten registriert, aber es ist nicht unsere Aufgabe, in dem Seniorenbeirat für ein gutes Klima zu sorgen. Die Rücktritte sind das gute Recht eines jeden Einzelnen, sind aber sicherlich schade für das Gremium", sagte Böttner.

Die Stadtverwaltung hatte nach den Rücktritten, die in der vergangenen Woche eingegangen sind, den Auftrag, in den Wahlbezirken bei den Nachrückern anzufragen, ob sie nun die freien Posten übernehmen möchten. Böttner bestätigte, dass die Anschreiben bereits zugestellt worden sind. Sollten sich nicht ausreichend Nachrücker bereiterklären, Mitglied des Gremiums zu werden, muss die Verwaltung entscheiden, ob der Seniorenbereit aufgelöst werden muss oder es Neuwahlen gibt.

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Derzeit gehören noch Renate Dübbers, Gerda Linden und Heinrich Leßmann dem Gremium an. "Für mich waren die Rücktritte nicht absehbar", kommentierte Renate Dübbers die Entscheidungen des Quintetts. Sie wolle sich jedenfalls weiterhin für die Belange des Seniorenbeirats einsetzen, der im September 2015 erstmalig in Kaarst gewählt wurde. Am 5. November 2015 erfolgte die konstituierende Sitzung, durch die der Seniorenbeirat in die Lage versetzt wurde, seine Arbeit ordnungsgemäß aufzunehmen.

Das Gremium wurde seinerzeit ins Leben gerufen, um das Sprachrohr der Kaarster über 60 Jahre sein. Er setzt sich aktiv für die Interessen der steigenden Zahl älterer Menschen ein und weist die Verwaltung, politische Gremien und andere Institutionen auf spezifische Probleme von Senioren hin. Der Seniorenbeirat tagt mehrmals im Jahr im Bürgerhaus und beschäftigt sich mit Themen rund um das Leben im Alter.

(gaa)