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Kaarst: Stadtnah wohnen im Alter

Kaarst : Stadtnah wohnen im Alter

Zwischen der Alten Heerstraße und der Heinrich-Hertz-Straße entstehen derzeit moderne Stadthäuser mit seniorengerechten Eigentumswohnungen. Ein Großteil war bereits vor Baubeginn verkauft.

Geschäfte, Behörden, Banken — zu Fuß erreichbar in nur wenigen Minuten. Das ist die Idealvorstellung, wenn man ans Wohnen im Alter denkt. Mittendrin, sozusagen im Herzen der Kaarster Innenstadt, entstehen derzeit mehrere exklusive, seniorengerechte Domizile, die nicht ausschließlich, aber in erster Linie dem gehobenen Anspruch älterer Eigentumswohnungssuchender gerecht werden wollen. Das Konzept kommt an. Ein Großteil der Wohnungen ist schon verkauft.

Auf einem ehemaligen Villengrundstück zwischen der Alten Heerstraße 36/38 und der Heinrich-Hertz-Straße 7 zum Beispiel baut die Korschenbroicher Gewerbe- und Wohnungsbau GmbH (GWB) derzeit drei Häuser mit modernen Zwei-, Drei-, Vier- und Fünfzimmer-(Penthouse-)Wohnungen. Die künftigen Appartements, verspricht GWB-Geschäftsführer Ingo Buchmayer, sollen allesamt so ausgestattet sein, dass es sich dort sowohl als junger, aber auch als älterer Mensch gut leben lässt: Aufzüge von der Tiefgarage mit 38 Stellplätzen bis ins Dachgeschoss, bodenebene Duschen — Barrierefreiheit ist das aktuelle Zauberwort. Die Rohbauten für die Gebäude des ersten Bauabschnittes stehen bereits. Geplanter Einzugstermin ist das zweite Quartal 2011. Am 20. August wird Richtfest gefeiert. "Mehr als die Hälfte der insgesamt 23 Wohneinheiten", sagt Buchmayer, "sind schon verkauft".

Gleich nebenan — auf einer ehemaligen Gartenfläche zwischen der Alten Heerstraße und der Heinrich-Hertz-Straße — sieht es ähnlich aus. Dort errichtet die Kaarster Bierholz Bau GmbH gleichfalls zwei Stadthäuser mit 14 Wohneinheiten — ebenfalls seniorengerecht. "Der Markt für zentral gelegene Wohnungen, die auf die Bedürfnisse ältere Menschen zugeschnitten sind, boomt", sagt Unternehmer und Architekt Christoph Bierholz. "Besonders in Kaarst."

Fest steht, dass die künftigen Wohnungseigentümer verhältnismäßig tief in die Tasche werden greifen müssen. Circa 2550 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gibt GWB-Projektleiter Dirk Postler als Durchschnittspreis an. "Unsere Penthousewohnungen", sagt Buchmayer, "werden teurer sein". Deshalb wurden verstärkt Hauseigentümer, die in den 70er Jahren nach Kaarst gezogen sind und künftig zentrumsnah wohnen wollen, als Klientel ins Auge gefasst. Für den zweiten Bauabschnitt, heißt es, seien auch kleinere Wohnungen geplant. Der Bauantrag wurde gerade eingereicht. Der Baubeginn ist fürs kommende Jahr geplant.

(NGZ)