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Kaarst: Stadt will mehr Bezahl-Parkplätze

Kaarst : Stadt will mehr Bezahl-Parkplätze

Weil Anwohner, Geschäftsleute und Kunden in der Stadtmitte um Parkplätze ringen, möchte die Verwaltung ein Konzept erstellen, das die Belegung der öffentlichen Stellplätze regelt.

Das Problem mit dem Platz entstand in den 90ern, denn seither ist Kaarst eine Stadt mit einer echten Stadtmitte. Klar ist: Dort, wo sich Handel, Dienstleistungen, Kultur, Bildung und Verwaltung konzentrieren, sind Menschen unterwegs, und die haben meistens ein Auto dabei. Weil die neue Stadtmitte ständig wächst und Anwohner, Geschäftsleute und Einzelhandelskunden um Parkplätze ringen, möchte die Verwaltung ein Konzept erstellen, das die Bewirtschaftung des Parkraums vom Alten Dorf im Norden, über die Maubis- und Mittelstraße im Osten, die Pestalozzistraße im Süden und die L 154 im Westen regelt. Ziel ist die Steuerung der öffentlichen Parkstände. Am Mittwoch soll der Stadtentwicklungs-, Planungs- und Verkehrsausschuss darüber entscheiden, ob ein solches Konzept erarbeitet wird.

Bewirtschaftete Parkplätze gibt es bislang nur im Bereich der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Kaarst-Mitte. Von insgesamt 831 Parkplätzen ist dort für Autofahrer auf 139 Plätzen — auf dem Parkdeck Rathausarkaden — das Parken lediglich zwei Stunden lang kostenlos. Für weitere 134 Stellplätze gilt eine Parkscheibenregelung, im Bereich Rathausstraße/Maubisstraße (insgesamt 372 öffentliche Parkplätze) für 45. Ansonsten ist das öffentliche Parken in der Stadtmitte nicht reguliert. Das hat Auswirkungen.

Eine Parkraumuntersuchung aus dem Jahr 2005 hat ergeben, dass die nicht bewirtschafteten Parkplätze in allen Bereichen überdurchschnittlich stark von Dauerparkern genutzt werden. Dabei sind es weniger die Anwohner, die die vorhandenen Plätze okkupieren. Nächtliche Begehungen ergaben eine Auslastung von unter 30 Prozent. Dafür parken vornehmlich die in der Stadtmitte Beschäftigten dort, wo keine zeitlichen Begrenzungen bestehen. "Das Problem", sagt der Technische Beigeordnete Manfred Meuter, "ist nur durch eine zeitliche Bewirtschaftung analog jener im Bereich ISG Mitte in den Griff zu kriegen. Dauerparken müssten dann künftig eben etwas längere Wege in Kauf nehmen."

(NGZ/rai)