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Kaarst: Stadt soll Brunnen sanieren

Kaarst : Stadt soll Brunnen sanieren

1987 wurde die Brunnenlandschaft vor dem Büttgener Rathaus gestiftet. Mittlerweile überzieht eine matte, graue Kalkschicht die Ornamente. Reimer Schubert setzt sich dafür ein, dass das Kunstwerk endlich gereinigt wird.

Rund 24 Jahre ist die Brunnenlandschaft vor dem Büttgener Rathaus jetzt alt und – mittlerweile scheint sie ziemlich verkalkt. Die Tier- und Blumenornamente aus Bronze, Sandstein und Granit, aus denen vom Frühjahr bis zum Herbst das Wasser sprudelt, sind mit einer grauen, bröckeligen Staubschicht bedeckt. Vom Glanz, der früher wohl mal da war, ist schon sehr lange nicht mehr sehr viel zu sehen. Reimer Schubert macht dieser Anblick jedes Mal wütend. Bereits mehrfach, sagt der Büttgener, habe er sich bei Politik und Verwaltung über den Zustand beklagt. "Bislang ist aber überhaupt nichts geschehen."

Das Geld fehlt

Was eine professionelle Entkalkung kosten würde, hat das Technische Dezernat jedenfalls schon mal ausrechnen lassen. Schubert sagt, seines Wissens nach ginge es um eine Summe von rund 2000 Euro. Dezernent Manfred Meuter bestätigt die exakte Höhe so allerdings nicht. Angesichts der angespannten Haushaltslage müsse abgewogen werden, wofür man Geld ausgibt, sagt er. "Unsere Unterhaltsmittel sind begrenzt. Wir brauchen das Geld für wichtige Dinge." Und: Die Kalkschicht auf den Ornamenten mache ja auch nichts kaputt. "Sie sieht halt eben nur unschön aus."

Dabei ist es nicht allein der Kalk, der Reimer Schubert Sorgen bereitet. Auch der Müll, der sich immer wieder in den kleinen Becken und Mulden ansammelt, macht den Büttgener zunehmend sauer. "Dieser Brunnen", sagt er, "ist im Sommer, wenn das Wasser läuft, schließlich auch als Spielplatz für kleine Kinder gedacht." Nicht der städtische Bauhof, sondern der Hausmeister des Büttgener Rathauses sei für die regelmäßige Reinigung verantwortlich. Auch über eine "Aufräum-Patenschaft" der Schützen wurde schon nachgedacht. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. "Dieser Brunnen", sagt Schubert, "sollte doch eigentlich ein Denkmal sein, das unseren Ortsteil schmückt. Jetzt ist es zu einem Schandmal verkommen."

Immerhin – Düsen und Pumpe wurden Ende vergangenen Jahres repariert. Pünktlich zu Ostern, sagt Manfred Meuter, soll im Brunnen wieder Wasser fließen. "Dann werden wir sehen, ob der Frost keine weitern Schäden angerichtet hat." Auch Bürgermeister Franz-Josef Moormann hat versprochen, sich um das Thema zu kümmern: "Ich möchte schon, dass der Brunnen ein angemessenes Aussehen hat."

(NGZ)