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Kaarst: Stadt lässt Pappeln an der Lauvenburg fällen

Kaarst : Stadt lässt Pappeln an der Lauvenburg fällen

Für NGZ-Leser Jürgen Schüssler war es ein richtiger Schreck: Die Stadt Kaarst hat in der vergangenen Woche mehrere große Pappeln an der Broicherseite fällen lassen. Schüssler, der ganz in der Nähe wohnt, sagt: "Viele Anwohner, Besucher, Fahrradfahrer, Jogger und Spaziergänger sehen in diesem Stück Kaarst eine ,grüne Lunge' – nicht nur für die Stadt, sondern für die ganze Region." In den vergangenen Jahren seien bereits jede Menge Bäume rund um die Lauvenburg gefällt worden. Etliche "Lücken", so Schüssler, klafften in dem einst so schönen und dichten Wald. Und: Von "Wiederaufforstung" oder dem Einpflanzen von Setzlingen sei weit und breit nichts zu sehen.

Ein Problem: die Nähe zur Straße

Die Stadt Kaarst als Eigentümerin des Grundstückes erklärt die aktuellen Fällungen mit dem Argument "Sicherheit". "Pappeln", sagt Stadtsprecherin Sigrid Hecker, "sind keine langlebigen Bäume und im Alter besonders umsturzgefährdet. Die betroffenen Pappeln wiesen bereits einen erheblichen Anteil an Trockenholz auf. Weil sie außerdem in unmittelbarer Nähe zur Straße standen, wurde in Abstimmung mit dem Kreisforstamt die Fällung beauftragt."

Grundsätzlich gilt: Für Grundstückseigentümer legt in Kaarst eine Baumschutzsatzung die Voraussetzungen fest, unter denen Bäume gefällt werden dürfen. "Pappeln", sagt Sigrid Hecker, "sind jedoch ,Wald' im Sinne des Gesetzes – sie fallen also nicht unter die besagte Baumschutzsatzung." Jahreszeiliche Beschränkungen für Fällungen – zum Beispiel wegen Brutzeiten – gebe es im Forstbereich nicht. Die Fläche im Bereich Lauvenburg werde wieder aufgeforstet.

(NGZ)