1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Stadt Kaarst schafft Bewässerungssäcke für Bäume an

Rettung junger Bäume : Stadt Kaarst schafft Bewässerungssäcke an

Die Stadt besorgt testweise 100 Bewässerungssäcke. Diese können je 60 Liter Wasser fassen. Die Verwaltung hatte ein Patenprogramm vorgeschlagen, bei dem die Bürger die Verantwortung für diese Säcke übernehmen.

Über die Formulierung des SPD-Antrags gab es in der letzten Ratssitzung kleinere Unstimmigkeiten zwischen den Sozialdemokraten und der CDU, die einen ähnlichen Antrag angefertigt hatten, sich aber dazu entschieden haben, ihn nicht zu stellen. „Uns geht es darum, die Bürger mit in die Verantwortung zu nehmen und nicht alles bei der Stadt abzuladen“, sagte Sven Ladeck (CDU). Sowohl die Verwaltung als auch die Bürger sollten diese Aktion begleiten. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Annli Palmen erklärte, dass die Bäume im Besitz der Stadt seien. „Wir müssen die Bürger nicht in die Pflicht nehmen. Ich habe schließlich auch die Aufgabe, meinen Garten zu pflegen“, sagte Palmen. Ihrer Meinung nach könne man allerdings an eine Freiwilligkeit appellieren, mitzumachen, allerdings niemanden dazu verpflichten. Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus erklärte, dass die Verwaltung in ihrem Beschlussvorschlag ein Partnerschaftsprogramm vorschlägt. Wenn das nicht greifen sollte, müsse der Baubetriebshof eingreifen. Genau das steht in dem Verwaltungsvorschlag: „Die Wassersäcke, die nicht mit Hilfe eines Partnerschaftsprogramms befüllt werden können, werden mit Hilfe des zweiten mobilen Wassertanks durch den Baubetriebshof befüllt“.

Die Wassersäcke haben ein Fassungsvermögen von 60 Litern. Durch kleine Löcher in den Säcken werden die Bäume über fünf bis acht Stunden kontinuierlich mit Wasser versorgt. Im vergangenen Jahr waren die Sommermonate so trocken, dass die Wasserreservoire nicht ausreichend gefüllt werden konnten. Dadurch sterben vor allem die Jungbäume ab oder werden vermehrt durch Pilze und Insekten befallen.

(seeg)