1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Kaarst: Stadt hält an Kita-Standort fest

Kaarst : Stadt hält an Kita-Standort fest

Die Politik soll jetzt über den Standort der neuen Kindertagesstätte in Büttgen beraten. Die Stadt empfiehlt weiterhin nach einem erneuten "Runden Tisch" das Gelände der Grundschule an der Lichtenvoorderstraße.

Nach dem Schulzusammenschluss und dem Ogata-Neubau an der Lichtenvoorderstraße möchte die Stadt dort auch eine neue Kindertagesstätte errichten. In einer gemeinsamen Sitzung werden sich Jugendhilfe- und Schulausschuss morgen Abend mit dem Thema befassen.

Die Stadtverwaltung empfiehlt, bis spätestens zum 1. August 2013 eine Kindertagesstätte mit fünf Gruppen an der Lichtenvoorderstraße zu baue. Sie soll die städtische Einrichtung an der Kölner Straße ersetzen.

Im Vorfeld wurden Eltern der Kindergärten und der Grundschulen über die Situation informiert. Man vereinbarte einen "Runden Tisch" mit Vertretern von Stadt, Kindergärten, Schule, Elternschaft und Anwohner. An fünf Terminen wurden Fragen zu Standort, pädagogisches Konzept, Raumplanung und Verkehrsaufkommen besprochen. "Wir haben die Bedenken in die Planung einfließen lassen", sagt Ute Schnur, Bereichsleiterin für Jugend und Familie, "einen allgemeinen Konsens konnten wir aber nicht finden."

Verkehrsbelastung

Schule und Kindergarten befürworten die Idee eines "frühkindlichen Bildungszentrums", bei dem beide Einrichtungen in unmittelbarer Nähe angesiedelt sind und gemeinsame Projekte umsetzen. Die Schulpflegschaft steht dem kritisch und ablehnend gegenüber. Sie sieht eine pädagogische Vernetzung zwar als positiv an, möchte aber das Außengelände so, wie es bisher ist, für ihre Kinder behalten.

Die Anwohner befürchten eine zu große Verkehrsbelastung. "Natürlich wird es morgens und mittags voller werden als zurzeit", so Schnur. Die Verkehrsplanung sei in den 1970er Jahren für eine dreizügige Grundschule ausgerichtet, und diese Belegung schafft sie längst nicht mehr. "Außerdem kann das Gelände über drei Seiten betreten werden. Deshalb könnten Eltern ihr Kind auch an der Mozartstraße rauslassen", erklärt Schnur.

Architekt Jakob Post, der auch den Ogata-Bau plante, hat beim letzten "Runden Tisch" Anfang Oktober sein Raumkonzept über zwei Etagen auf insgesamt rund 1400 Quadratmeter Nutzfläche vorgestellt. Es sieht die Aufnahme von drei U3-Gruppen und einer integrativen Gruppe sowie eine für Kinder ab dem dritten Lebensjahr vor. Das Außengelände ist abgewandt zum Schulgebäude.

Gebaut werden soll die Kita auf dem Spielplatz. Dessen Erhalt in unmittelbarer Nähe ist den Eltern besonders wichtig. Er soll westlich des Schulgebäudes in dem kleinen Wäldchen als naturnaher Spielplatz neu errichtet werden.

(NGZ/rl)