1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Kaarst: Sportstadt Kaarst präsentiert sich

Kaarst : Sportstadt Kaarst präsentiert sich

Beim Neujahrs-Bürgerfrühschoppen der Stadt, zu dem traditionell alle Kaarster ins Albert-Einstein-Forum eingeladen sind, standen in diesem Jahr der Sport und seine Vereine im Mittelpunkt. Die SG Kaarst und der VfR Büttgen feiern 2012 ihr 100-jähriges Bestehen.

Dass der Bürgerfrühschoppen am Samstagvormittag im Albert-Einstein-Forum ganz im Zeichen des Sports stand, hatte zwei gute Gründe: Sowohl die SG Kaarst als auch der VfR Büttgen feiern in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen.

Entsprechend groß war der Besucherandrang. Im Laufe des dreistündigen Programms bewiesen vor allem die Mitglieder der beiden großen Sportvereine, dass Kaarst eine echte Sportstadt ist. Heinz Wieland, Vorsitzender der SG Kaarst, ist im Jubiläumsjahr rundherum zufrieden. "Wir haben rund 6000 Mitglieder — mehr als je zuvor", erklärte er. Und der größte Sportverein im Stadtgebiet ist auch finanziell gesund.

Das war nicht immer so: Nach Eröffnung des Gesundheitszentrums waren wirtschaftlich schwierige Zeiten zu überstehen. "Wir schreiben jetzt aber in allen Bereichen schwarze Zahlen", erklärte Wieland. Und er verriet Details aus dem Jubiläumsprogramm: "Am 25. Februar wird der mehrfache deutsche und tschechische Schachmeister Horst Vlastimir in den Rathausarkaden gegen 30 Kaarster antreten." Anfang Juni werden dann "Brings" auftreten.

Franz-Josef Kallen, Präsident des rund 1600 Mitglieder starken VfR Büttgen, kündigte zum Jubiläum 19 Veranstaltungen an, davon zwei Großveranstaltungen. Am 15. Juni werden die "Black Fööss" im Festzelt in Büttgen auftreten.

Kallen zog im Jubiläumsjahr eine positive Bilanz: "Dem Verein geht es gut, er ist sportlich in allen Abteilungen sehr gut aufgestellt und wirtschaftlich sehr stabil." Zu den Leistungsträgern gehören die erfolgreichen Bahnradsportler Nils Schomber und Max Stahr, die es zu Deutschen Meistern gebracht haben.

Bei den Sportfreunden Vorst, einem reinen Fußballverein, wird es 2012 auch ohne Jubiläum spannend: Auf politischer Ebene steht die Entscheidung zur Verlegung des Sportplatzes aus dem Vorster Wald auf das Areal des Georg-Büchner-Gymnasiums unmittelbar bevor. Damit haben die Kicker an sich kein Problem.

Der 2. Vorsitzende Achim Leitzke (37) bezweifelt jedoch, dass der rund 400 Mitglieder starke Verein in der Lage sein wird, das neue Vereinsheim in Eigenleistung zu errichten. "Das werden wir finanziell nicht stemmen können", erklärte Leitzke, der gleichwohl davon ausgeht, dass die Vereinsmitglieder beim Neubau mithelfen werden.

Christa Horn (59), Vorsitzende der DJK Holzbüttgen, einem Verein mit rund 900 Mitgliedern, hatte im vergangenen Jahr das 50-jährige Bestehen ihres Vereins gefeiert. Leicht ansteigende Mitgliederzahlen, ausreichende Hallenkapazitäten und ein neues Projekt, das eine engere Zusammenarbeit zwischen Kirche und Sportjugend vorsieht, lassen sie optimistisch ins neue Jahr gehen.

(NGZ)