1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Kaarst: Sportprominenz in Kaarst

Kaarst : Sportprominenz in Kaarst

Beim 24. Kaarster Wirtschaftstreff im Büttgener Tespo – am Rande des noch bis Sonntag dauernden Weltranglistenturniers – diskutierten Eberhard Ginger und Eric Jelen mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft.

Man muss kein Tennis-Fan sein, um sich an die legendären Erfolge von Eric Jelen zu erinnern, wie zum Beispiel den Daviscup-Sieg im Doppel an der Seite von Boris Becker. Jelen brachte jetzt Glanz in den 24. Kaarster Wirtschaftstreff. Aber auch die ortsbekannten Größen hatten Interessantes zu berichten. Ein besonders ergiebiger Talkgast: Der ehemalige Weltklasse-Turner und CDU-Bundestagsabgeordnete Eberhard Gienger. Der 59-Jährige aus Bietigheim-Bissingen plädierte für lebenslange sportliche Aktivitäten und lud Bürgermeister Franz-Josef Moormann zu einem Tandem-Fallschirmsprung ein.

Die rund 150 Gäste konnten zunächst bei Klaviermusik von Uwe Rössler ein wenig relaxen, miteinander ins Gespräch kommen – bis der Sprecher des Kaarster Wirtschaftstreffs, Heijo Drießen, die Veranstaltung offiziell eröffnete. Die Moderation überließ er Harry Flint, der seinen Gästen mit gutem Hintergrundwissen "auf den Zahn fühlte".

Von Bürgermeister Moormann erfuhr er, "dass die Kaarster sich gerne bewegen und überall Bewegung rein bringen." Später sammelte Moormann Sympathiepunkte, als er gegenüber Eberhard Gienger bekannte, dass das Fallschirmspringen dann doch nicht sein Ding sei.

Der warb für möglichst lebenslanges Sporttreiben. "Selbst Krebspatienten können ihre Situation bis hin zur Heilung verbessern", gab der Weltklasseturner zu verstehen. Und: "Jugendliche, die sich täglich bewegen, bringen 12 Prozent mehr Leistung." Nicht zuletzt gehe es auch darum, die Kosten im Rahmen zu halten – Sport spiele da neben gesunder Ernährung eine Hauptrolle.

Volker Gärtner, Vorstandsmitglied der Sparkasse Neuss, und der allgemeine Vertreter von Landrat Jürgen Petrauschke, Jürgen Steinmetz, stellte kurz die "Stiftung Sport der Sparkasse und des Rhein-Kreises" vor: Sie schüttet rund 200 000 Euro pro Jahr an Leistungssportler im Kreis aus. Steinmetz empfahl den Unternehmern, Leistungssportler nach ihrer aktiven sportlichen Laufbahn einzustellen: "Sie sind ehrgeizig, auf Leistung getrimmt." Sport kann die Wirtschaft beleben – so erinnerte Bürgermeister Moormann daran, dass derzeit in Kaarst eine Dreifachturnhalle im Passivhausstandard im Bau sei. Ob es genügend Angebote gebe, Sport zu treiben, müsse immer wieder neu überprüft werden. Heinz Wieland, Vorsitzender der SG Kaarst, freute sich über die Einschätzung von Eberhard Gienger, es werde auch künftig keine Umsatzsteuerpflicht für Sportvereine geben. Und Franz-Josef Kallen, Vorsitzender des Sportforums Kaarst-Büttgen, bedankte sich für die städtischen Zuschüsse, machte deutlich dass dies bei 28 000 Besuchern im Jahr gut angelegtes Geld sei.

(NGZ)