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Kaarst: Spielplatz für 150 000 Euro

Kaarst : Spielplatz für 150 000 Euro

Die neue Spielfläche an der Lichtenvoorder Straße in Büttgen ist die bislang teuerste der Stadt. Den Plan haben Grundschulkinder selbst entworfen. Während der spielplatzlosen Bauzeit besucht sie das städtische Spielmobil.

Hinter einem blickdichten Bauzaun an der Lichtenvoorder Straße in Büttgen entsteht gerade der bislang teuerste Spielplatz der Stadt. 150 000 Euro wird die neue Spielfläche auf dem Gelände des künftigen frühkindlichen Bildungszentrums, bestehend aus Grundschule und Kindertageseinrichtung, kosten.

Die Rodungsarbeiten für das Baufeld der Kita und den Bereich des Spielplatzes im "Wäldchen" haben bereits begonnen. Einziger Wermutstropfen: Weil sowohl der alte, als auch der neue Spielplatz aus Sicherheitsgründen derzeit nicht genutzt werden darf, müssen die Büttgener Kinder vorübergehend ganz ohne Rutsche, Schaukel und Klettergerüst auskommen.

Ein Problem sieht Schuldezernent und Erster Beigeordneter Heinz Dieter Vogt darin allerdings nicht. "Für die Übergangszeit haben wir für adäquaten Ersatz gesorgt", sagt er. Zum einen werde das Spiel- und Aktionsangebot auf dem Schulhof schnellstmöglich durch ein Dreifachreck und eine Kletterwand erweitert. Zum anderen soll der schulische Bolzplatz erst gereinigt, und dann während der Schulzeiten für die Schüler geöffnet werden.

Darüber hinaus wird den Kindern in den kommenden spielplatzlosen Wochen die "Rollende Spielkiste" — das Spielmobil der Stadt — zur Verfügung stehen. "Dazu", sagt Vogt, "gehören ja auch immer geschulte, pädagogische Honorarkräfte. Die bezahlen wir." Elternpflegschaft und Lehrer hatten außerdem um zusätzliche Kreide und Bälle gebeten. "Und davon abgesehen", sagt Vogt, "finden die Bauarbeiten in einer Phase statt, in der das Wetter in der Regel ohnehin wenig spielplatztauglich ist."

Circa drei Monate wird es dauern, bis die neuen Spielgeräte im "Wäldchen" genutzt werden können. Im Mai soll der Platz komplett fertig sein. Wie der aussehen wird, haben die Grundschulkinder selbst entschieden. Gemeinsam mit Stadtjugendpfleger Ralf Schilling wurde ein Klebeplan gestaltet. "Im Moment", sagt Jugendamtsleiterin Ute Schnur, "wird der technisch umgesetzt." Dabei wird sich zeigen, ob der Traumspielplatz der Schüler realisierbar ist.

Ist genügend Platz vorhanden, soll an der Lichtenvoorder Straße ein sogenannter Doppelseilzirkus entstehen. Hinzu kommen ein Spielturm für ganz junge Kinder, eine große Rutsch- und Kletteranlage, eine Nestschaukel und ein Hüpfplatz für den Fall, dass aus dem Doppel- nur ein einfacher Seilzirkus wird.

(NGZ/rl)