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Kaarst: Sparkassenstiftung wird 25

Kaarst : Sparkassenstiftung wird 25

1986 wurde die Sparkassenstiftung Kaarst-Büttgen gegründet. Mehr als eine Million Euro ist den Kaarstern daraus seither zugutegekommen. Die Stiftung hilf, wo die Kommune, Verbände und Vereine an finanzielle Grenzen stoßen.

Das Rathaus in Kaarst ohne sein "Bürgerschwalbennest", jene begehbare Holzskulptur aus rund 200 Linolschnitten, die das Atrium des Verwaltungszentrums zu einem besonderen Hingucker macht; der Nordkanal ohne die "Brücken über den Nordkanal"; der Tuppenhof ohne Kulturprogramm; die Schützen ohne oder jedenfalls mit weniger Musikbegleitung zum Schützenfest — zum Beispiel. Ohne die Sparkassenstiftung Kaarst-Büttgen sähe die Stadt so oder so ähnlich, auf jeden Fall aber anders aus.

Stiften heißt, ein Vermögen auf Dauer einem bestimmten, vom Stifter festgelegten Zweck zu widmen. Dort, wo Kommune, Verbände und Vereine an finanzielle Grenzen stoßen, springt die Stiftung seit ihrer Gründung im Jahr 1986 ein.

Mehr als eine Million Euro ist den Kaarstern daraus seither zugutegekommen — im Bereich des Brauchtums, der karitativen Einrichtungen, der Jugendarbeit, der Kultur, der Schulen, der Bildung und des Sports. In diesem Jahr feiert die Sparkassenstiftung ihr 25-jähriges Bestehen. Gegründet wurde sie anlässlich des 90. "Geburtstags" der damaligen Stadtsparkasse. Morgen wird es einen Festakt im Büttgener Rathaus geben.

"Die Stiftung trägt zum Erhalt dessen bei, was wir als bewahrens- und liebenswert erachten — und fördert zugleich Aktionen, die neue Impulse geben und wegweisend sind", sagt Volker Gärtner, Sparkassenvorstand und Mitglied es Stiftungskuratoriums. "Das geschieht lokal vor Ort, für die Menschen in Kaarst mit allen Stadtteilen."

Nach der Fusion mit der Sparkasse Neuss 2006 wurde das Kapital der Sparkassenstiftung Kaarst-Büttgen um 4,7 Millionen Euro aufgestockt — eine Geldquelle, aus der nun jährlich rund 200 000 Euro Zinserträge sprudeln. "Der Stiftungsgedanke", sagt Volker Meierhöfer von der Sparkasse Neuss, "hat auch immer etwas mit Nachhaltigkeit zu tun."

Bürgermeister Franz-Josef Moormann ist Vorsitzender des Stiftungskuratoriums. Er sagt: "Die soziale Marktwirtschaft lebt von Akteuren, die eine ethische Verpflichtung des Marktes wirklich leben. Dazu gehört es, Mäzen zu sein, Kultur und soziale Anliegen zu fördern. Gemeinwohlförderung als Teil der eigenen Unternehmensziele: die soziale Marktwirtschaft darf keine "Ich-AG" sein." Vor diesem Hintergrund verdiene die Sparkassenstiftung hohe Anerkennung.

Selbstverständlich macht die Stiftung den Kaarstern zum Geburtstag auch ein Geschenk: ein 8,20 Meter großes Kunstwerk für den Kreisverkehr an der Hubertusstraße, das von den Salix-Künstlern Rose Köster, Burkhard Siemsen und Christoph Rehlinghaus geschaffen wurde. Über den finanziellen Wert wird höflich geschwiegen.

(NGZ)