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Kaarst: So schön wird das Nordkanalfest

Kaarst : So schön wird das Nordkanalfest

Am Wochenende wird in Holzbütten der 200. Geburtstag des "Grand Canal du Nord" gefeiert. Die Veranstalter erwarten mehr als 10 000 Besucher. Wer mag, kann sich am NGZ-Stand für den guten Zweck fotografieren lassen.

Gestern Morgen in der Regiobahn: irritierte Blicke und ein bisschen Getuschel. 14 Regiobahn-Mitarbeiter in historischen Kostümen verteilen in den Zügen, die zwischen Mettmann, Erkrath, Düsseldorf, Neuss und Kaarst pendeln, eine Sonderbeilage der NGZ: 12 Seiten Informationen rund um das große Nordkanal-Geburtstagsfest. Am Samstagmorgen um 11.45 Uhr wird das Spektakel mit Böllerschüssen aus einer historischen Vier-Tonnen-Kanone eröffnet. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Zur Erklärung: Die Geschichte des Nordkanals begann in Kaarst im Jahr 1810 – vor genau 200 Jahren. Damals erreichten die von Napoleon in Auftrag gegebenen Bauarbeiten zum "Grand Canal du Nord" die Grenze der Stadt, was nicht nur geschichtlich bedeutend, sondern auch ein Grund zum Feiern ist. Aus diesem Grund präsentieren die Brauchtumsgesellschaft Carolus Kaarst, der Förderkreis Holzbüttgen und die Regiobahn – mit der Unterstützung der Stadt Kaarst – am Wochenende, 14. und 15. August, ein riesiges Familienfest mit historisch-napoleonischem Markttreiben. Höhepunkt wird ein Open-Air-Konzert der Kultband "De Räuber" sein. Allein zum Konzert erwarten die Veranstalter 5000 Besucher. Rund 15 000 Gäste, schätzt Franjo Rademacher, Vorsitzender des Holzbüttgener Fördervereins, könnten es im Laufe des gesamten Festwochenendes werden. So eine Großveranstaltung braucht ein Sicherheitskonzept.

Selbiges, sagen die Veranstalter, wurde in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden, mit Maltesern, Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt, Bauordnungsamt und Sicherheitsberatern entwickelt. So sollen beim Räuber-Konzert auf dem Sportgelände am Bruchweg nur erfahrene Sicherheitskräfte im Einsatz sein. "Es wird eine eigene Sanitätsstation mit Kranken- und Rettungswagen geben", sagt Rademacher. "Die Feuerwehr ist auf dem Platz, Notausgänge gibt es genug." Zusätzlich werden auf dem Festgelände Sicherheitskräfte mit Nachtwachen patrouillieren. Verkehrskadetten regeln den Verkehr und auch die Polizei wird vor Ort sein – vorsichtshalber.

"Wir sind bestens gerüstet und freuen uns auf das Fest", sagt Hans-Peter Grabowski (Carolus) und gibt noch einen Tipp: "Am besten man kommt als Kaarster zu Fuss oder mit dem Fahrrad. Ausreichend Parkplätze sind unter anderem bei Ikea, am Edeka-Center und auf den Regiobahn-Halteplätzen vorhanden."

(NGZ)