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Kaarst: So schön war der Weltjugendtag

Kaarst : So schön war der Weltjugendtag

Die gerade aus Madrid zurückgekehrten Kaarster Christoph Witthaut und Sven Ladeck erzählen, was die 22 jungen Leute auf ihrer "Reise zum Papst" erlebt haben.

Etwas erschöpft sehen die beiden Jungs aus, die am vergangenen Montagabend nach einer 26-stündigen Busfahrt wieder in Kaarst eintrafen. Dennoch haben sie ein breites Lächeln auf den Lippen und ein Funkeln in den Augen, als sie anfangen vom Weltjugendtag (WJT) zu erzählen. "Es ist schwer, das alles in Worte zu fassen", sagt der 15-jährige Christoph Witthaut. "Alles was wir erlebt haben, war sehr beeindruckend. Ob es nun die Sagrada Familia war, die wir uns in Barcelona angesehen haben oder die Vigil Feier am Samstagabend mit dem Papst. Es war einfach eine ganz tolle Erfahrung."

In einer Gruppe von 22 jungen Kaarstern sind die beiden bereits am 10. August nach Barcelona aufgebrochen, um dort die Tage der Begegnung zu erleben, bevor sie am darauffolgenden Montag zum eigentlichen Ziel, dem Weltjugendtag, nach Madrid aufbrachen (NGZ berichtete). "Barcelona war mehr wie Urlaub", erzählt der 20-jährige Sven Ladeck. "Es war insgesamt entspannter, weil nicht ganz so viele Leute dort waren wie anschließend in Madrid. Wir hatten mehr Zeit, uns Sehenswürdigkeiten anzugucken und die Messen waren nicht so überfüllt." Der Höhepunkt in Barcelona war eine abendliche Andacht am Meer mit Kardinal Meisner. "Die Stimmung und die Atmosphäre waren einfach toll. Wir waren am Meer, die Sonne ging unter und der Kardinal hat einfach die richtigen Worte gefunden", erzählt Christoph Witthaut, der in Madrid sogar eine persönliche Notiz des Kardinals in das Gruppentagebuch ergattern konnte: "Seid Christusglücklich".

Obwohl die Jugendlichen immer mit dem Bistum Köln unterwegs waren, gab es in Barcelona durchaus Begegnungen mit Jugendlichen aus Spanien und anderen Nationen. "In Madrid haben wir einen Weltjugendtagsrucksack bekommen, in dem unter anderem ein Hut zum Schutz gegen die Sonne war. Das hatte jede Gruppe von ihrem Bistum organisiert bekommen und die deutschen Hüte waren wegen ihrer zusätzlichen Lüftungsschächte unglaublich begehrt", erzählt Ladeck. "Wir wurden ganz oft gefragt, ob wir die Hüte tauschen wollten, ähnlich wie nach einem Fußballspiel die Trikots getauscht werden. Ich hab meinen Hut mit einem netten Italiener getauscht."

Auch in Madrid haben sich die Kaarster wohlgefühlt, auch wenn die Organisation vor Ort "nicht unbedingt deutscher Gründlichkeit entsprach", sagt Ladeck. "Es gab Probleme mit den Unterkünften und auch mit dem Wasser. Da müssen wir ein Lob an das Erzbistum Köln aussprechen, das sich wirklich für uns eingesetzt hat und uns den Aufenthalt in Madrid so angenehm wie möglich gemacht hat."

Die Unannehmlichkeiten am Rande konnten der allgemeinen positiven Stimmung aber keinen Abbruch geben. Der Höhepunkte waren für die beiden das Papstwillkommen und die samstägliche Vigil Feier unter freiem Himmel, die zu einer riesigen Papst-Party wurden, die sie mit rund einer Millionen Jugendlichen gefeiert hatten.

(NGZ/rl)