Kaarst: So lernen Kinder Kirche kennen

Kaarst: So lernen Kinder Kirche kennen

Anna Ladleif engagiert sich seit sechs Jahren in der evangelischen Kirchengemeinde in Kaarst. Die 18-Jährige hilft bei der Organisation des monatlichen Kinderbibeltages und beim Ferienprogramm. Nebenher macht sie Abitur.

Ruhig und bedacht ist die blonde junge Frau, die sich gerade am Albert-Einstein Gymnasium in Kaarst auf ihr Abitur vorbereitet. Neben dem Lernen und der "Erledigung" freundschaftlicher Verpflichtungen engagiert sie sich aber auch in der evangelischen Kirchengemeinde in Kaarst. Als Anna Ladleif vor 15 Jahren nach Kaarst zog, ist sie durch ihre Mutter zum Kindergottesdienst gekommen. Gesa Ladleif, heute Diakoniekirchmeisterin, arbeitete dort als Betreuerin und nahm Anna mit. "Ich bin selbst schon als kleines Kind in den Kindergottesdienst gegangen und das hab ich einfach später als Betreuerin weitergeführt", erklärt die 18-Jährige, die gern Flöte spielt und liest.

Vor sechs Jahren hat Anna angefangen, in der Jugendarbeit der Kirchengemeinde zu helfen. Leider waren das, besonders im vergangenen Jahr, nicht immer schöne Zeiten. "Es wurde schwerer, weil nicht mehr so viele Kinder in den Gottesdienst kamen", erzählt sie. So wurde der Kindergottesdienst im März dieses Jahres abgesetzt. "Wir hatten Sonntage dabei, da war nur ein einziges Kind da und das wird auf die Dauer frustrierend", erklärt Anna.

Stattdessen wurden regelmäßige Kinderbibeltage eingeführt, bei denen die Abiturientin nun hilft, wann immer sie Zeit hat. "Es macht wieder viel mehr Spaß, weil die Arbeit, die wir uns machen auch gut angenommen wird", erzählt Anna Ladleif. Einmal im Monat wird der Kinderbibeltag unter einem bestimmten Thema angeboten, zu dem nun durchschnittlich 20 Kinder kommen. "Letztes Mal hatten wir das Thema ,Farbenfrohe Schöpfung', bei dem wir wie immer viel gebastelt und gesungen haben", sagt die 18-Jährige.

Abgesehen von den Kinderbibeltagen wird gerade in den Ferien viel gemacht. Auch jetzt in den Herbstferien hilft sie mit beim Ferienprogramm im Haus Regenbogen. Eine Woche lang wird den Kindern ein umfangreiches Programm geboten. Von Malen über Geschichten hören bis hin zu Ausflügen ist alles dabei. "Es macht mir einfach Spaß mit den Kindern zu arbeiten", erzählt Anna. "Es ist toll zu sehen, dass wir ihnen durch unsere Aktionen Gott und die Religion ein bisschen näher bringen können. Das bereichert nicht nur sie, sondern auch mich selbst."

Die symbiotische Beziehung gibt Anna Kraft für den Endspurt in der Schule. Danach möchte sie Ernährungswissenschaften oder Pharmazie studieren und braucht dazu einen ziemlichen guten Abschluss. "Das wird nicht leicht, aber das schaff ich schon", ist sich Anne Ladleif sicher.

(NGZ)