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Kaarst: Sitzung mit viel Lokalkolorit

Kaarst : Sitzung mit viel Lokalkolorit

Iris Cremer schlüpfte zum ersten Mal in die Rolle des Hoppeditz, Martina Leßmann war zum ersten Mal Sitzungspräsidentin im Pfarrzentrum Sieben Schmerzen Mariens. Dass der kfd-Karneval in Holzbüttgen nicht neu erfunden werden musste, dafür sorgten so bekannte und bewährte Akteure wie Ute Lemm oder Lydia Meuser.

Martina Leßmann, vor neun Jahren Schützenkönigin in Holzbüttgen, kommt auch im Winterbrauchtum gut zurecht. Das bewies sie nicht nur als Sitzungspräsidentin und Nachfolgerin von Maria Schmitz, sondern auch in dem Sketch "Susi und Nils" gemeinsam mit Ute Lemm. Dort wurde Lokalkolorit groß geschrieben. "Frauenpower am Nordkanal" hieß zwar nur ein Auftritt, es wäre aber auch ein passender Titel für das gesamte gut vierstündige Programm gewesen. Gefeiert wurde unter dem Motto "Janz Holzbüttche ess voll Sonnesching on mir send medde dren."

Heidi Köhler machte zum ersten Mal mit und übernahm gleich mehrere Rollen. Unter anderem gehörte sie zu den lasziven Ludern, die den Tabledance im Holzbüttger Pfarrzentrum salonfähig machten: nicht in Reizwäsche, sondern im biederen Hausfrauenlook.

Neben dem Kaarster Prinzenpaar samt Garde von Blau-Gold gehörten auch die Blauen Funken samt Novesiagarde zu den Gästen, die die ungewöhnlich kleine Bühne bis auf den letzten Quadratzentimeter ausfüllten. In Loriots "Jodelschule" bauten die kfd-Frauen den Reporter Horst Schlämmer ein, verkörpert durch Annemarie Engels.

Dass die Holzbüttgener Frauen keinen Aufwand scheuten, um ihrer Fantasie Gestalt zu verleihen, wurde spätestens deutlich, als Lydia Meuser mit dem "Papamobil" eintrudelte. Als Rohkarosse diente ein Tiefkühlschrank-Karton auf Möbelrollern.

(NGZ)