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Seniorenforum: Was Kaarst für Senioren alles bietet

Veranstaltung in der Rathausgalerie Kaarst : Was Kaarst für Senioren alles bietet

Die Seniorenmesse hieß erstmals „Forum Generation 55 plus“. Gezeigt wurden Freizeitmöglichkeiten und Angebote.

Die 13. Auflage der Seniorenmesse in Kaarst am Samstag in der Rathausgalerie hieß jetzt erstmals nicht Seniorenforum, sondern „Forum Generation 55 Plus“. Ein Unterschied im Angebot war damit jedoch nicht verbunden und auch die Resonanz hätte besser ausfallen können. Zwei gute Botschaften gingen von der Traditionsveranstaltung aus: Für rüstige Senioren gibt es in Kaarst viele sinnvolle Betätigungsfelder. Und für Menschen im vorgerückten Alter stehen viele Hilfsangebote zur Verfügung.

Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus bedankte sich bei allen Beteiligten, die gemeinsam wieder eine interessante Veranstaltung auf die Beine gestellt hatten. In der Rathausgalerie lockte wieder eine Art Markt der Möglichkeiten, während im Bürgerhaus Informationsveranstaltungen angeboten wurden. Das Motto lautete diesmal „Mutig in die Zukunft“. Efi Rahimi war so mutig, sich mit ihren 68 Jahren an die Acrylmalerei heranzuwagen: Sie schaute aus dem Fenster des Bürgerhauses und malte den Park und den Stadtmittesee. Brigitte Albrecht gab ihr Tipps.

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Wolfgang Halbig, der zuletzt in Kaarst als Urologe praktiziert hatte, hat 2380 Mal Mut bewiesen: So viele Fallschirmsprünge hat der 71-Jährige absolviert. Am Samstag ließ er sich Fragen zum Umgang mit dem Smartphone beantworten – Sabine Richterich und Horst Schleberger standen als Ansprechpartner zur Verfügung. Rosel Band, Leiterin des Johanniterstifts, weiß, dass es einigen Mut erfordert, seine Wohnung aufzugeben und in eine Einrichtung wie die ihre zu ziehen. Eine Erfahrung, die sie immer wieder macht: „Der Wechsel fällt den Senioren leichter, wenn sie vorher im Betreuten Wohnen untergebracht waren.“ Es überraschte ein wenig, dass sie die Pläne von CDU und FDP begrüßt, im Kaarster Westen weitere Heimplätze, vor allem aber alternative Wohnformen für Senioren zu schaffen. Eine Herausforderung, die ganz sicher auch von einer gehörigen Portion Mut zeugt, ist die Bereitschaft, sich ehrenamtlich für die Hospizbewegung einzubringen. Sie waren bei Andrea Lißke an der richtigen Adresse: „Wir haben zurzeit 36 Menschen, die Sterbende begleiten, könnten aber noch weitere Mitstreiter gut gebrauchen“, erklärte Lißke. Drei Ehrenamtler helfen den Angehörigen, mit der Trauer fertig zu werden, was ebenfalls eine herausfordernde Aufgabe ist.

Sie sind 58 beziehungsweise 68 Jahre alt und fit wie ein Turnschuh: Tina Brückner und Ulla Kottmann vom TV Gut Heil Vorst warben für die vielen Angebote, mit denen Senioren etwas zum Erhalt ihrer Gesundheit tun können. Dass Langeweile im Alter nun wirklich nicht sein muss, wurde am Stand der Seniorenunion deutlich, wo der Vorsitzende Theo Thissen den Veranstaltungskalender verteilte. Herbert Palmen machte am Stand der SPD auf ein Lego-Haus aufmerksam, das die Geschwister Ben und Emma Weingran gebaut hatten – ein sichtbares Plädoyer für mehr bezahlbaren Wohnraum in Kaarst. Ille Mularski warb für den Probus-Club, für die Vorträge, Festlichkeiten und Exkursionen gegen Langeweile.