Kaarst: Segelclub wird 40 Jahre alt

Kaarst: Segelclub wird 40 Jahre alt

Der Segelclub Kaarst ist einer der zehn größten Segelclubs in Nordrhein-Westfalen. Auf dem Kaarster See ist das Segeln zwar nur in kleinen Jollen möglich, doch der Verein wächst beständig.

Mit einer Anzeige in der Zeitung fing alles an. Karl Wilhelm Lux suchte über diesen Weg Segelbegeisterte im Raum Kaarst. Dabei hatte er erstaunlich großen Erfolg. 27 Interessenten kamen und gründeten am 21. September 1971 – also vor 40 Jahren – eine Segelabteilung der SG Kaarst. Zu diesem Jubiläum wird es heute ein großes Fest im Vereinsheim geben. Schließlich ist es nicht bei den 27 Mitgliedern geblieben. "Mit 479 Mitgliedern sind wir heute einer der zehn größten Segelvereine in Nordrhein-Westfalen", sagt Vereinsvorsitzender Thomas Rheinbold stolz. Doch der Weg dahin war lang.

Zunächst segelten die Kaarster in Niederländischen Gewässern. In Roermond an der Maas stand das Vereinsschiff "Maaskottchen". "Noch heute findet man auf der Maas mindestens 20 Vereinsmitglieder von uns", sagt Rheinbold. Das er heute Vereinsvorsitzender und nicht Abteilungsleiter der SG ist, verdankt er der weiteren Entwicklung. Bereits ein Jahr nach der Gründung zeichnete sich ab, dass der Kaarster Baggersee nicht weiter wirtschaftlich genutzt werden soll. Die Segler stellten daher einen Antrag auf Befahrenserlaubnis, um auf dem Kaarster See Schulungen absolvieren zu können. Zunächst bekamen sie nur Ausnahmegenehmigungen. Erst am 23. September 1977 schlossen die Segler und die Stadt einen dauerhaften Nutzungsvertrag ab.

Mittlerweile ist aus der Segelabteilung der SG ein eigenständiger Verein – der Kaarster Segelclub (KSC) – geworden. Die offizielle Gründung erfolgt am 29. Oktober 1975. Ein Jahr später wurde das erste Clubhaus auf dem Grundstück des Bauern Goethner eröffnet. Es folgt eine sportliche Erfolgsgeschichte: neues Vereinsheim, neue Schiffe, eine Vereinszeitung (Flaschenpost) und vor allem beständig wachsende Mitgliederzahlen.

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Auch der heutige Vorsitzende Thomas Rheinbold war nicht von Beginn an dabei. Der Mittelfranke wurde erst 1992 ins Rheinland "verschleppt", wie er sagt. Durch das Schützenwesen kam er nach Kaarst und begeisterte sich dann fürs Segeln. "Das ist fürchterlich entspannend", schwärmt der Vorsitzende, "Man kriegt einfach den Kopf frei, wenn man das Schiff im Zusammenspiel von Wind und Segeln bewegen muss."

Jedes Jahr bietet die VHS in Zusammenarbeit mit dem KSC einen Segel-Kursus an – mit großer Resonanz. Außerdem arbeitet der KSC mit Schulen zusammen. 2012 beginnt eine Kooperation mit einer Meerbuscher Förderschule. Und auch im offenen Ganztag kann sich Vereinsvorsitzender Rheinbold ein Angebot des Vereins vorstellen. An großen Regatta-Wettkämpfen nimmt der Verein regelmäßig teil. Die ganz großen Erfolge sind bisher ausgeblieben. Doch Rheinbold ist sich sicher: "Das wird."

(NGZ)
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